Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Vergiftung durch Kleesäure: Edinburgh med. and chirurg. Journal, Vol. 19, No. 75, p. 163 ff.
Person:
Christison, R. W. Coindet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15883/20/
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Blutfaferftoff verhielt lieh auf diefelbe Weife. 
Auf den Färbeftoff findet eine clieniifche Wirkung 
Statt, nur iit das Wei'en derfelben fchwer auszumitteln, 
da man ihn nicht rein und unverändert von dem Serum 
trennen kann. Nach Brande loft fie die mit Serum 
verbundnen Kügelchen auf. Wir fallen, dais fie, con- 
centrirt, die Auflöfung, wie die Mineralfäuren, in 
einen feften, fchwarzen , einförmigen Kuchen umwan¬ 
delt. 
2) Die Wirkung der Kleefäure auf das eben aus 
denOefäfsen gelaffene, mithin noch lebende Blut variirt 
nach der Menge derfelben. Eine halbe Drachme in 11 
Xheilen lauen Wallers, verwandelten zwei Drachmen 
eben gelaffenes Menfchenblut in wenig Stunden in ein 
feftes, fchwarzes, einförmiges Gerinnfel, wie das aus 
Serum und Färbeftoff allein erhaltne. Nur 1 — 5 
Gran in 60 Theilen lauen Waffers giebt derfelben Men¬ 
ge Blut eine bräunliche Farbe, verhindert die Gerin¬ 
nung und zum Theil lelbft die Trennung des Serums. 
Selbft i Gr, kann man in der filtrirten Flöffigkeit durch 
ftarken Niederfchlag auf Zufatz von falzfaurem lvalk 
entdecken. 
Durch die Coagulation des Blutes ftillt die Klee¬ 
fäure leicht Blutungen. 
3) Um die Wirkung derfelben auf das noch krei« 
fende Blut auszumitteln, wurde das Blut der Hohlvene 
und der rechten Herzhälfte aus einem, 30" nach der 
Einfpritzung von 8 Gran in die Schenkelvene geftorb- 
neu Hunde genau unterfucht. Es röthete das Lackmus 
nicht, und in dem filirirten Serum brachte der falzfaure 
Kalk nicht den geringften Niederfchlag hervor. Bei 
mehreren Fhieren, welche durch Einbringung des Giftes 
in Magen, Darm, Pleura, Bauchfell geftorben waren, 
konnten wir gleichfalls felbft in den nächften Gefäfsen
        

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