Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über einen eigenthümlichen Harn, der bald nach der Ausleerung schwarz wurde: Med. chirurg. Transact., Vol. 12, p. 37 ff.
Person:
Marcet, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15881/6/
fich leicîit mit Bildung einer fehr dunkeln Farbe auf. 
■Waller änderte diefe Auflöfungen nicht, dagegen prä- 
cipHirten Säuren den Färbeftoff dem Anfchein nach un¬ 
verändert. War Ammonium das Löfungsmittel, und 
wurde der Ueherfchufs durch Verdunltung bis zur 
Trocknifs entfernt, fo entftand ein fchwarzer oder 
dunkelbrauner Niederfchlag, dein Anfchein nach eine 
Zufammenfetzung aus Ammonium und der Färbefubftanz. 
Diefer war im Waller felir aufluslich und ent¬ 
wickelte, mit kauftifchem Kali erhitzt, einen fchwa- 
chen Ammoniumgeruch; indeffen feinen er keine Nei¬ 
gung zum Kryftailifiren zu haben. Beim Verdunften 
der ammoniakalil'chen Auflöfung, welche die fchwarze 
Subftanz enthielt, bis zur Trocknifs zerfiel indeffen 
das Refiduum in fehr kleine Stückchen von regelrnäfsi- 
ger und fehr eigentümlicher Gel'talt. 
In der wäfferigen Auflöfung diefer Zufammen- 
fetzung bewirkten falzfaures Baryt und falpeterfaures 
Silber, falpeterfaures Queckfilber und falpeterfaures 
Blei beträchtliche Niederichläge ; dies gefchah dagegen 
nicht fogleich durch Sublimat, und eben fo war der 
durch effigfaures Zink hervorgebrachte heller braun. 
Aus diefen Verfuchen fchlielst P/out mit mir, 
ciafs die fchwarze färbe von einer Zufammenfetzung 
einer eigentümlichen Farbe mit Ammonium herriibrt, 
glaubt aber aufserdetn, ciafs der fchwarze Färbeftoff 
welchen er durch verdünnte Säuren aus dem Harne ent¬ 
hält, ein neuer, faurer Körper ift. Der geringen 
Menge wegen konnte zwar feine Natur nicht gehörig 
ausgemittelt werden, indeffen fcheint er eine eigne 
Säure zu feyn, die mit der Harnfäure oder einigen 
ihrer Verbindungen mit Salpeterfäure gröfsere Aehn-
        

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