Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Producte der acuten Entzündung: Med. chir. Transact., Vol. 12, p. 86 ff.
Person:
Dowler, Th.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15879/3/
Gefäfsfyftem ein uncl hört erft lange nach der Entfer¬ 
nung aus dem Körper auf. 
Bei einer, durch ein Blafenpflafter veranfafsten 
beträchtlichen Hautentzündung wird mehr oder weni¬ 
ger adhälive Subl’tanz unter demfelbeti abgefondert. 
Immer findet fich diefe am abhängigften Theile und 
beweift, dafs fie flüffig abgefondert wurde und durch 
ihre Schwere dahin gelangte, Hier wird fie allmählich 
feft und fchliefst zwifchen ihren Fafern, die platt und 
ausgedehnt find, das zugleich ausgefchwitzte Serum 
ein. Oft ift der Faferftoff io reichlich vorhanden, dafs 
er alles Serum einfchliefst und damit eine fait undurch« 
fichtige Maffe bildet. Im entgegengefetzten Falle ift 
die fefte Subftanz halbdurchfichtig und gallertartig. 
Wird diefe fefte Zufammenfetzung weggenommea 
und ftark in einem feinen Leinentuche gedrückt, l'o 
wird das Serum ausgeprefst. der Faferftoff aber bleibt 
zurück. Bei vergleichenden Untei fuchungen fand ich 
durchaus keine Verfchiedenheit zwifchen diefem und 
dem BJutfaferi’toffe. Das io entfernte Serum enthielt 
oft etwas Faferftoff, der nach einiger Zeit wieder ge¬ 
rinnt uncl ein gallertartiges Ani'ehen veranlafst. Eine 
gallertähnliche Subftanz kommt auch bisweilen aut 
den äufsern Schichten des Faferftoffs in aneurysmati* 
fchen Säcken vor, und wird wahrfcheinlich auf die« 
feibe Weife gebildet. 
Die in Folge des Blafenpfiafters gebildete fefte 
Subftanz hat viei Aehnliehkeit mit der Entziindungs- 
haut des Blutes, deren Befchaffenheit noch nicht hin¬ 
länglich bekannt zu feyn febeint. Deyeux hielt fie 
für abgeänderten Faferftoff, der eine gallertähnliche 
Befchaffenheit angenommen hätte. Fourcroy falle cs 
nicht fiir ausgemacht an, dafs die Entzündungshaut 
vom Fai'erftoffe herrührte, fondera glaubte, es iey ge«
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.