Bauhaus-Universität Weimar

gen nncl pflanzt diefe fort, denn ein Körper braucht 
hierzu nicht gefpannt zu feyn. Em Trichter von 
Pappe, der an feinem engen Ende durch eh.e Haut ver- 
fchloffen il't, zeigt die Wirkung der Mufchel. Staub, 
der darauf geftreut wird, bildet verlchiedene G ••ft al¬ 
ten , je nachdem derfelbe Ivor per, der demelbcn Ton 
giebt, in eine verfchiedene Richtung not ihr gebracht 
wird, indem, gleichfalls ein Refniiat dieler Verfuche, 
auch Abänderung der Richtung Verichiecleuheit der Fi¬ 
guren erzeugt. 
Die Trommelhöhle fcheint der Behälter einer Luft 
zu feyn, welche faft gar nicht abgeändert wird, da¬ 
her in demfelben phyfilchen Zuftaude bleibt, und die 
Tone mit allen ihnen eigentümlichen Merkmalen fort¬ 
pflanzt. Diefe Fortpflanzung würde auch bei eintreten-, 
den Abänderungen der Paukentheile «Statt finden, allein 
die Deutlichkeit und Feinheit des Gehörs darunter leiden. 
Folgendes find die Resultate der Savart'Leben Ver- 
fuche. 
1) Die Schwingungen, wenigftens die kleinen, 
werden durch die Luft nach denieiben Gefeizen als in 
den feften Körpern mitgetheilt. 
2) Es bedarf keines befondern Mechanismus, um 
beftänditr das Trommelfell harmonifch mit den ichwin- 
genden Körpern zu fpannen, indem immer in ihnen die 
Bedingungen vorhanden find, welche zur Aufnahme 
mehrerer Schwingungen zugleich erfordert werden. 
3) Der Grad der Spannung deffelben variirt nach 
der Stärke der Töne, um ihre Empfindung zu erleich¬ 
tern , oder zu mäfsigen. 
4) Die Schwingungen deffelben theilen fich ohne 
Abänderung der Pauke durch die Gehörknöchelchen 
mit, wie die Schwingungen der beiden Tafeln eines In- 
ifruments durch den Steg. 
M. d. Archiv. VIII. 2. 
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