Bauhaus-Universität Weimar

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Indem man hiervon ausging, fcnrieb man den 
Gehörknöchelchen die Function zu, dem Paukern eil 
die angemeffene Spannung zu geben, und viele Pbv* 
fiker e< Klärten den Mechanismus des Hörens vuui 
Tbril ld, dafs ohne unl'er Bewufstfeyn die Muskeln 
del'alben bei jedem neuen Ton in Thätigkeit trillert 
und das Paukeufell fpannte», damit es die, durch die 
Töne veranlafsten Schwingungen fortpflanze, 
Dieier Erklärung wurden viele, unwiderlegliche 
Einwürfe gemacht, und Herrn Savari's Verfuche wer¬ 
fen lie ganz um. 
Aus dielen ergiebt lieh, dafs, fo wie ein Ton in 
der Luft entfteht, er ficli durch die Schwingungen der- 
felben in allen gefpannten Häuten fortpflanzt und fie, 
jede nach ihrer Natur, von felbft in .Schwingungen 
verfetzt. Diefe Schwingbewegungen variiren nach den 
Membranen, hängen aber von der Befchafi'enheit déi¬ 
fié erzeugenden Töne ab, indem jeder verfchiedene Ton 
in einer gegebenen Membran verfchiedene Spannungen 
hervorbringt. Die Stärke und Schwäche des Tons ift 
ohne Einflufs. Feiner Staub auf einer Membran bildet 
Gehalten, wenn man fie in Schwingung letzt. Diefe 
variiren, wenn man verfchiedene Töne angiebt, oder 
die Spannung die Temperatur der Membran ändert, 
bleibt aber unter dieier Bedingung diefelbe, wenn nur 
die Stärke des Tones verändert wird, und es finden 
fich dann nur Verl’chiedenheiten in der Ausdehnung 
der Figuren. 
Hieraus rnufs man fchliefsen, dafs jeder Ton das 
Trommelfell in Schwingungen verfetzt, ohne dafs die 
Gehörknöchelchen an der Abänderung des Eindrucks 
der Töne in Bezug auf Höhe und Tiefe Antheil haben. 
Dagegen treten fie wohl in Thätigkeit, wenn der Ton 
fehl- ftark wird, um feinen Eindruck zu fohwächen, 
und den Hörnerven zu fiebern. Indem die Winkel,
        

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