Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mikroskopische Beobachtungen über den Bau des Auges: Phil. Transact., 1822, p. 76
Person:
Home, E. F. Bauer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15863/3/
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Dns Pigment fcheint blofs der, bei der Abfonde- 
rung i'chwarz werdende Blutiarbeftoff zu feyn, der 
auch auf der Blendung und den Strahlenfortfätzen durch 
die beträchtlichen Arterien diefer Tlieile abgefondert 
wird. 
Bei den Pferden find die Blendungspulsadern fehr 
grofs, und ich glaube, dafs die aufserordentliche Er- 
fcheinung des Strongylus armatus und der Filaria papil¬ 
lota, die in der wällerigen Feuchtigkeit derfelben leben, 
daher rührt, dafs die Eier oder Jungen diefer Würmer 
durch die Arterienwände treten, um fo mehr, da, wie 
■z. B. Hodgfcni's Abbildungen der Gekröspulsader nach’ 
weifen, Strongylus annantus bisweilen an der in- 
nern Haut der Gefüfsa hängt, mithin in den Kreislauf 
gelangt. 
Die Blendung ift an ihrem Urfprunge an das 
Strahienband geheftet und in zwei Schichten theilbar, 
deren hintere aus gegen die Pupille Prahlenden Muskel- 
fafern befteht. Die Pupille felbft ift von einem regel- 
jnäfsigcn Schliefser umgeben. Die vordere Schicht ift 
häutig. 
«3 
Was Herr Maunolr hierüber für die Säugthiere 
nachwies, halte Herr Bauer fchon früher aus dem 
menfchi sehen Auge gezeichnet. 
Die vordere Hälfte der Linfenkapfel ift von dich- 
terrn Gewebe als die hintere, die fo dünn ift, als wäre 
fie ein Theil der Glashaut, aber durch ihr Umrollen 
beim Einlchneiden der vorderen analog erfcheint. 
Die Glasfeuchtigkeit beiteht aus einer zarten, gal¬ 
lertartigen, fehr elaftifchen und gefäfsreichen Subftanz. 
Ihre Arterien enthalten bisweilen Blut und können ein- 
gefpritzt werden. 
Die Linfenfafern haben mit gewonnenem Glafe 
viele Aehuljcbkeit.
        

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