Bauhaus-Universität Weimar

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Ziern Höhlung ' zeigt den merkwürdigen Unterfchied, 
dafs fie deutlicher ift, wo fie der anfsern Fläche näher 
liegt. An der Decke des Magens gelang es mir nicht, 
fie zu erkennen, in den Gefäfsfurmigeu Verzweigun¬ 
gen aber wohl, und zwar fand ich lie an der untern 
Wandung jedes Gefäfses, die der untern Fläche des 
Thieres näher liegt, deutlicher als an der obern Wan¬ 
dung, Man lieht allo, dafs die Gallertmaffe um lo 
felter gerinnt, jemehr fie der Einwirkung der Aufsen- 
weit blofs gehellt iit. Die Oberhaut ift nicht etwas 
Ifolirtes, vom Leibe des Thieres Getrenntes, fondera 
cleffen feftere Gränze, nur wenig mehr ausgebildet, als 
die äufsere der Polypen. Gäde lägt: „Die Ober¬ 
haut läfst lieh, wenn das Thier einige Stunden aus 
dem Walfer gewefen ift, lehr leicht ftückweife abneh¬ 
men.“ Sehr wahr! im Waffer ift fie aber fchvverer 
zu erkennen. Hier ift nur das erfte Bildurigsmoment 
der Haut, das in Medufa aurita noch fo fchwach wirk* 
fam ilt, dafs man die Haut beffer ganz Jäugnet Man 
kann fie aber kiinftlich erzeugen. Kaum dürfte es no¬ 
ting feyn, die Gefäfse der Aurellien auf die Rhizofio- 
men zu reduciren. Schon durch die Benennung Haupt - 
und INebengefäfse, die auch Eyjenhardt angenom¬ 
men hat, iit auf das gegenfeitige Verhältnifs hingewie- 
fen. In beiden verläuft der Mittelftamm der Hauptge- 
fäfse gerade auf die dunkeln Körper (x bei uns, s b^i 
Eys.) zu. Die Verzweigung ift fahr verfchieden, und 
die Nebengefäfse haben in Rhizofeomen höhere Bedeu¬ 
tung als in AureUien, da fie in jenen bedeutenden .Mi¬ 
theil an der Bildung der Gefäfsnetze zeigen. 
Die Refpirationsfäcke fand ich immer viel weiter 
geöffnet, als G ci de s Abbildung zeigt. In der zweiten 
Figur ift zwifchen den Armen I und lï. ein foi eher Sack 
P ■? mit c^em Eingänge r s abgebildet, zwifchen den Art
        

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