Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Herstellung eines Kanals an die Stelle der zerstörten Harnröhre: Phil. Transact., 1821, p. 300
Person:
Earle, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15856/4/
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flots, und. ohne Hülfe des ; Katheters etwas durch dis 
Buîlie {lofs. Da der Mann jetzt zu "kränkeln anfing, 
Jb wurden einige Monate lang einigemal die Ränder 
des Kanals ftark wund gemacht, um dadurch Ver¬ 
einigung zu bewirken. Dies wurde aber immer 
durch die harke Wucherung der Hautbildung von 
innen rach arisen verhindert, weiche miftreitig von 
der beftändigen Feuchtigkeit. harrührte, die befonders 
viel zur Hautbiidung beiträgt. 
Im Sommer 1820 war der Mann von feiner Krank¬ 
heit , einem allgemeinen Hautleiden fo weit herge- 
ftellt, dafs eine zweite Operalion unternommen werden 
konnte. Hierzu wendete ich Haut von der, der er- 
iten entgegengefetzten Seite an. Auf der rechten 
Seite wurde eine tiefe Rinne gemacht, die Oberfläche 
in einigem Umfange von Haut entblöfst, von der linken 
Seite ein beträchtliches Hautftiick losgetrennt, und 
hier felblt bis zum Oberfchenkel gegangen, um gefunde 
Haut zu erhalten. Dabei wurde keine Ligatur durch 
cas getrennte Stück angelegt, fondera die alte Zapfen¬ 
rath von der äufsern Schnittfläche aus angewandt. 
Zwei Streifen Heft pik ft er wurden zwifchen die Bänder 
und den Hautlappen angebracht, und der Katheter drei¬ 
mal in vier und zwanzig Stunden eingeführt, nicht 
heftändig in der Blafe gelaffen, weil hierbei etwas 
Harn vorbei gefloffen war. 
Hierbei vervollftändigten fleh des Kanals, und 
nur oben blieb eine kleine Qeffnung. Ungeachtet 
angewandter Scarificationen wurde die Verfchliefsung 
derfelben durch zu ftarke Hautbildung fortwährend 
verhindert. Diefe wurde indeffen durch eine dritte, 
kleinere Operation vollftändig bewirkt, indem anfangs 
nur eine Oeffnung von der Weite einer Borfte übrig 
blieb, die aber auch völlig verheilte, fo dafs jetzt
        

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