Bauhaus-Universität Weimar

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fchen Chemie vergleichen. Vielleicht ift dies richtig 
lind eben fo kann das zur Aullöfnng des Ei weil ses er¬ 
forderliche Aetznatron durch Zerfetzung eines kleinen 
Antheils der thierifchen Subftanz in kAdenfaures ver¬ 
wandelt, und dadurch unfähig werden , das Eiweifs 
aufgelöft zu erhalten. 
Die übripen Eigeufchaften des Eivveifses erklären 
fich leichter nach der Thompfou’fcheri Anficht. Die Vol- 
taifche Säule zeigt deutlich die Art der Verbindung des 
Eivveifses mit dem Nairon, uni viele Verfuche berei¬ 
fen die Möglichkeit einer Verbindung deffelben mit 
den Metalloxyden. Die Verbindungen, die man durch 
Präcipitation eines Oxyds durch das \Veilse im Ei oder 
das Blutwaffer erhält, find von einer verwickelten Be- 
fchaffenheit, de, en Natur Pefchipr's Verfuche nachgewie- 
fen haben. Ein Theil der Säure begleitet dabei das 
Oxyd, und das ganze Oxyd ift nicht mit der thieri¬ 
fchen Subltanz in Verbin lung, weil das Natron des 
Eivveifses einen Theil des Salzes zerfetzt. 
Diefe Störungen finden nicht Statt, wenn man 
beide Subftanzen bei ihrer Enthebung in Verbindung 
fetzt. Dann ift die enthebende Verbin Jung eine reins 
und einfache Eiweifsverbindung. Diefe Bedingungen 
vereinigen fich, wenn man mittelft oxydabler Leiter 
durch die Säule die Gerinnung bewirkt. Mit Kupfer- 
dräthen erhält man eine Verbindung, die, fo lange fie 
wäfferig ift, meergrün, im trocknen Znftande tiir- 
Uisgrün ift. Sie enthält ziemlich beftimmte Men¬ 
gen von Waffer, Kupferoxyd und Eiweifs. Mit Ei fen¬ 
dra then bildet fich ein reichliches blaugriines Gemifeh, das 
an der Luft rothgelh wird, ohne doch etwa die Blut¬ 
farbe zu erhalten. Diefe beiden Gemifche find, wie das 
durch Kupfer gebildete, unauflöslich. Das elfte ent¬ 
hält das Protoxyd, das zweite das Peroxyd des Eifens, 
beide in unbeftiromter Menge. 
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