Bauhaus-Universität Weimar

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fclie Spannung läfst fich nun leicht auf die Abände¬ 
rung anwenden. Alle unfre Beobachtungen ftimmen 
mit diefer Hypothefe, die wir hier nur deshalb nicht 
weiter entwickeln, weil wir die einzelnen Functionen 
genau unterfuchen wollen. Die Geläfsoberfläche jedes 
Ablbnderungsorgans fcheint uns mit einer befrimmten 
Polarität verleben, wodurch die Abfonderungsproductê 
gebildet und ii’olirt werden. Erinnert man fich nun 
an die Alkalität des Schleimes und der kugellofen Pro- 
ducte, die Acidität der Milch, des gefunden Eiters, 
des Chymus, der Muskeln, die alle zugleich Kügel¬ 
chen enthalten, i'o ergiebt licli offenbar die gröfste 
Analogie zwifchen ihrer Bildung und der der beiden 
Subftanzen, welche man durch Einwirkung des Gal¬ 
vanismus auf das Eiweifs erhält. 
Wenn die Strömung der Flüffigkeit durch dieNer- 
venftränge die thierilche Wärme erzeugt, fo mufs die 
Quelle derlelben nirgends concentrirt, fondera über 
alle Organe verbreitet feynj iinleffen wird fich in der 
Nähe von Organen , deren Functionen eine beftändire 
Thätigkeit erfordern, ein reicherer Wännequell finden. 
So erzeugen die Muskeln, die nur ftoisweife 
Nerveneinwirkung erleiden, verhältnifsmäfsig zu ihrer 
Grcif.se keine bedeutende Wärme. 
Dagegen zeigen die Secretionsorgane eine fanfte 
einförmige Thätigkeit, welche eine bedeutende Wärme¬ 
entwicklung bewirken mufs. Bei einem gefunden 
Thiere fcheint der Verdauungsapparat, der fo viele 
Abfonderungsthätigkeit erfordert, alle Wärmeerzeu- 
gungsproceffe zu leiten. Die Vergleichung der ver- 
ichiedenen Klallen beweift die Confequenz zwifchen 
diefer Thätigkeit und der Wärmeerzeugung, und Chauf¬ 
fais Beobachtungen geben diefer Meinung viel Gewicht. 
Fa• Ichreibt den Gangliennerven vorzüglich die Function 
der Wärmeerzeugung zu, bekanntlich aber fcheint die-
        

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