Bauhaus-Universität Weimar

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XII. 
Fortfetzung des vorigen Auffatzes a. a. O. 
S. 294 ff. 
Unterm Mikrofkop erfcheint das Blut, nach dem Vo¬ 
rigen, im Leben biofs als ein Gemenge von Serum und 
Kügelchen, die aus einem centralen, farblofen Kör¬ 
per, und einem rothen, ihn umgebenden, fich aber 
nach dem Tode leicht von ihm trennenden Bläschen 
beftehen. Dieies fcheint eine Art leicht theilbarer, 
aber immer im Waller auflöslicher und leicht von ihm 
zu trennender Gallert zu feyn , ift zwar auch, aber 
weniger, durchlichtig als der Centralkörper, und die 
durch feine Theilung entftehenden Fragmente reihen 
fich nicht regeJmäfsig zulammen. Aus den F.igen- 
fchaften dieler beiden Beftandtheile erklären fich die 
auf den erften Anblick fchwierigen Erfcheinungen, wel¬ 
che das aus den Gefäl'sen geladene Blut darbietet. 
Da die Anziehung, welche die Bläschen an die 
Centraltheile heftet, mit der Bewegung des Blutes auf¬ 
hört, fo können diefe, dem Streben nach Vereinigung 
folgend, ein Netz bilden, worin fich fowohl freie 
Bläschen, als nicht zerfetzte ganze Kügelchen anhä'u- 
fen können. Diefe Mafie, der Blutkucheu, läfst allmäh¬ 
lich das anfangs eingefchloflene Se um ausfchwitzen 
und finkt in dem Maafse zufammen. Anfangs verän¬ 
dert fie fich, ohne Verletzung ihres Gewebes, nicht 
weiter, wird fie aber zerrjlfen und Wafler darauf ge- 
goffen, fo bemächtigt fich djefes der freien Färbel'ub- 
ftanz und der unzerfetzten Kügelchen, während fias 
Aggregat der Centralkörperchen als Fafern auf dem 
Fiitrum bleibt, die den Muskelfafern gleichen und 
den Faferftoff bilden. 
M. d. Archiv. F III. 2. 
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