Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Folgen der Einspritzung thierischer Flüssigkeiten in das Venensystem: Magendie Journal de Physiol., T. II, p. 1-45
Person:
Gaspard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15848/11/
das Befinden und vom erften Auguft an war die Heilung 
entfchieden, auch das Gefchwiir vernarbt 
Unter fünf ähnlichen Verhielten erhielt Herr Or- 
ßla zweimal daffelbe Refultat, in den drei übrigen er¬ 
folgte der Tod, dem Anfchein nach wegen der örtli¬ 
chen Reizung. 
Neunzehnter Verfuch. 
Am fünften Auguft 1821 wurde demfelben Hunde 
in zehn Abiätzen eine Unze einer Findigkeit eingefpritzt, 
die aus Blut und Rindfleifch befrand, weiche acht und 
vierzig Stunden lang bei 350 R. in Waffer gefault hatten. 
Jedesmal fchrie das Thier kläglich und gab vielen hel¬ 
len, wäfferigen Harn von fich. Es folgten gänzlicher 
Mangel an Efsluft, Erbrechen, Kolhausleerungen, Te¬ 
nesmus, Unterleibsfchmerzen, Zufälle, die nach ei¬ 
ner Stunde Zunahmen. Das Gefchwiir wurde brandig, 
und das Thier ftarb nach neun Stunden. 
In der Bauchhöhle fand lieh eine FJafche voll blu¬ 
tigem Serum, heftige Entzündung des Bauchfells und 
der ganzen Schleimhaut des Darms, der mit klebri¬ 
gem, nicht blutigen Schleim angefüiit war. Die Mus¬ 
kelhaut ganz frei von Entzündung. Das linke Bruft- 
fell enthielt diefelbe Flüffigkeit als das Bauchfell, die 
Lunge und Milz waren zum Theil ekchymofirt. 
1) Die Verfchiedenheit in der Wirkung detfelben Subftanz, je 
nachdem fie in die Venen oder das Zellgewebe gebracht 
■wird, riilire davon her, dafs fie dort fogleich der gan¬ 
zen Blutmaffe beigemengt wird, wahrend fie leer nur lang- 
tarn in diefelbe gelangt, weil 1) das Zellgewebe wenig 
Blutgefäfse hat und 2) durch die Subltanz felbft diefe ent- 
üündat werden, wodurch die Einfaugung vermindert wird. 
Maë. 
T 2
        

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