Bauhaus-Universität Weimar

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in den Rindenkörperchen nachgewiefenen netzförmig 
verbundenen Gefäfse hängen mit der eintretenden Ar¬ 
terie wahrscheinlich gar nicht zufammen, fondern find 
vielmehr auf das deutlichfte Fortfetzungen des Gefäfs- 
netzes im Umfange der Rindenkörperchen, und kön¬ 
nen in eingefpritzten Nieren gewifs nicht wahrgenom¬ 
men werden, fondern um fie zu erkennen, bedarf es 
der Unterfuchung fehr frifcher, nicht eingefpritzter 
Nieren. Meckel (a. a. O. S. 465) Scheint zu glau¬ 
ben, dafs ich jene Körperchen für Bälge halte, auf 
deren Wänden fich die Gefäfse verzweigen. Dafs diefs 
keineswegs meine Meinung fey, geht aus meiner gan¬ 
zen Darftellung hervor. 
Die §. 9. meiner Differtation befchriebenen Vafa 
urinifera der Rindenfubftanz find Venen oder hängen 
wenigltens mit ihnen unmittelbar zufammen; es find 
dielelben Venen, von welchen Prochaska Spricht (de 
ftruct. ren, 8-) und welcheDölünger erwähnt (a.a.O. 
S. 73. b.) Ihren Ileraustritt aus den Rinderkörper¬ 
chen habe ich nachgewiefen (§. 4. Fig. I.) und gezeigt, 
dafs fie fchon in diefen ein Netz bilden, wie zwifchen 
denfelben. In der Mitte der Körperchen habe ich in- 
defs die Mafchen, fo viel ich mich erinnere, nie deut¬ 
lich gefehen, und l’tatt des pag. 4. 1. f. getagten rarif- 
fime, wäre nunquam aufrichtiger gewefen; die Abbil¬ 
dung ift in dieier Hinficht der Natur getreu. Dafs 
jene Nelzgefäfse VTenen find oder unmittelbar mit ihnen 
zufammenbängen, lehrt die Einfpritzung. Dölünger 
hat gezeigt, dafs bei einer Einfpritzung durch die Ar¬ 
terien zwar die Rindenkörperchen, aber nicht die Netz- 
gefäfse und übrigen Venen, und bei einer Einfpritzung 
durch die Venen zwar die Netzgefäfse, aber weder die 
Rindenkörperchen, noch die Arterien angefüllt wer¬ 
den. Diefcm Scheint zwar meine Angabe (pag. IO.), 
dafs bei einer glücklichen Einfpritzung durch die Ar-
        

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