Bauhaus-Universität Weimar

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Das Herz liegt etwas vor der Mitte des Körpers 
dicht unter der Haut. (Fig. 3. g. h.) Es befteht aus 
einer Kammer (g.) und wenigftens einem Vorhofe (h.) 
Beide find fehr dünn, doch die Kammer anfehnlich di¬ 
cker als der Vorhof. Jene ift rundlich, dicfer drei¬ 
eckig. Er ift mit feiner Grundfläche und feinem äu- 
fsern Rande an die vordere Gegend der linken Kieme 
geheftet, und es findet fich alfo entweder noch ein, dem 
rechten entfprechender Vorher, oder die rechten Kie¬ 
menblutadern begeben fich auch in den linken Vorhof, 
was ich nicht mit Beftimmtheit ausmiitein konnte. 
Das Nervenjjfiem weicht nicht vom gewöhnlichen 
Typus ab. Die Speiferühre ift von einem Hinge (Fig. 3. 
k. und Fig. 7.) umgeben, der in feinem Riickentheile zu 
mehrern IcitJichen, durch einen Ifthmus in der Mittellinie 
ge'chiedenen Knoten anfchwillt, aus denen nach allen 
Richtungen die gewöhnlichen Nerven entspringen. 
XXHI. 
Männliches Hymen. Von Stieb ei. 
Ich mag nicht ganz recht haben, wenn ich die gleich 
zu befchreibende Membran an der Mündung der Harn¬ 
röhre, Hymen nenne; allein das Ding mufs doch ein¬ 
mal einen Namen haben und führt ihn vielleicht mit 
nicht weniger Grunde, als das Häutchen, weiches bei 
der Jungfrau dielen Namen hat, zumal da die männliche 
Harnröhre eben fowohl der Vagina desVVeibes analog 
ift, als der Urethra. 
Die Oeffnung der männlichen Harnröhre ift beim 
F.rwachferien gewöhnlich bimförmig (Taf. 2. Fig. 8.)
        

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