Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Skizzen über die pneumatisch-chemischen Vorgänge im thierischen Organismus
Person:
Friedrich, D.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15823/5/
85 
gehörigen Apparat, wie vor Kurzem irgendwo ange¬ 
deutet ward — in die Lungen. Das Zufannnenfinken 
der letztem befreiet die Nerven wieder für einen Mo¬ 
ment von ihrem Druck, von ihrer Unterbindung gJeich- 
fam und geftattet ihnen eine fortgeletzte Leitung. Es 
deutet auch fchon das rythinifche Steigen und Sinken 
des Hirns, die Entleerung defi’elben bei den; Einathmen 
lind Zuitrümen des Blutes zu den Lungen, fo wie um¬ 
gekehrt das Anfüllen des Elfter« bei der Entleerung 
der Letztem auf das gegenteilige, fo wichtige Weehfei- 
wirkung des Hirns mit den Lungen und auf den beträcht¬ 
lichen Verbrauch des Nervenl'toffes zum Behuf des Ath- 
mens. Im A Ugemeinen liefse fich daher vorläufig folgendes 
Axiom aufftellen, auf welches fpäterhin fich zu beru¬ 
fen, Gelegenheit fevn wird, dafs die Einwirkung des 
Nervenftoffes auf das Organ oder auf den Tbeil vor¬ 
züglich befchränkt, abgeleitet und durch Anhäufung 
deffelben verftärkt werden muffe, welcher durch Aus¬ 
dehnung, Druck oder Lebensunfähigkeit die Fortlei¬ 
tung jenes Stoffes hemmt, folglich auf fich teJbft con- 
centrirr, indem nunmehr diefer Theil felbft Endpunkt 
und Ableiter jener Einwirkung in geiteigertem Grade 
wird. 
Ueherall im Organismus, zumal über die Gränze 
der Blutbereitung hinaus, lieht man gasförmige Stoffe 
fielt feindlich begegnen und zerftörend auf einander ein- 
wit ken: allenthalben ftöfst man auf das Analogon des 
Athmens. Schon im Kleinen fcheint die Schilddrüfe 
dem Nachtheil von dem unausgefetzten Durchftrömen 
der atmofphärifchen Luft durch den Larynx auf ähn¬ 
liche Weife vorzubeugen, Trockenheit, Heiterkeit, 
Gefahr für die Unterbrechung der Ausdehnung der 
Lungen abzuwenden. Aas ihrem Bau und ihrer Lage 
geht ihre Beftimmung hervor. Nicht ohne befondern 
Zweck läuft, gleichwie in andern Organen der Art, 
E 3
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.