Bauhaus-Universität Weimar

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durch diefen Kanal zur röhrigen Subftanz der ihr an¬ 
gehörenden Spirallamelle geleitet und fo fort. Dafs 
diefer Kanal nicht für den von mehreren Schriftltel- 
Jern angegebenen Zwifchenraume der Platten der La¬ 
mina fpiralis zu halten fey, zeigt die Lage und die be¬ 
deutende Weite delfelben. 
Auch darf ich nicht unbemerkt 1 affen, dafs er 
bei verfchiedenen Subjecten, in Hinlicht der Weite 
lehr verfchieden angetroffen wurde, und es ift nicht 
unwahrfcheinlich, dafs dies von bedeutendem Einflufs 
auf die Nervenwirkfamkeit feyn kann, da ich bei mei¬ 
nen öfteren Unterfuchungen des innern Ohrs mich zu 
überzeugen Gelegenheit hatte, dafs nur fehr geringe 
Nuancen im Bau diefes Organs Störungen der Function 
defieiben hervor zu bringen im Stande find. 
Ferner verdient hier noch die von dem Herrn Dr. 
Hg * ) neulich gemachte vermeintliche Entdeckung über 
den Bau diefes Theils erwähnt und berichtiget zu 
werden. 
Wenn gleich fchon CaJJebohm J) den Zufammen- 
hang der Spindel mit dem obern Theil der Schnecke 
kannte, und eine ziemlich gute Abbildung *) von dein 
Obern Theil der.Spindel gab, fo haben doch mehrere 
Anatomen nach ihm behauptet, dafs die Spindel in 
tier zweiten Windung der Schnecke endigt, und mit 
der fogenannten Kuppel derfelben lieh nicht verbindet. 
Herr llg hat fich daher ein behänderes Verdienft da¬ 
durch erworben , dafs er auf die genauere Beachtung 
diefes Theils der Ohrfchnecke wieder aufmerkfam ge- 
l) Einige anatomilche Beobachtungen, Prag igsi, mit 3 lidio. 
graph. Tafeln. 
;) De aure humana. 1754. 
3) A. a, O. Tab. 5. Fig, 6.
        

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