Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den in dem Skelet ausgesprochnen Uebergang von den Wiederkäuern durch die Kameele zu den Einhufern
Person:
Meckel, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15816/6/
6 
Anders verhält es (ich dagegen hei dielen. So 
finde ich an dem Skelete einer alten Stute, fias ich vor 
mir habe, die Querfortfätze der drei letzten Lenden¬ 
wirbel verwachien. Zwilchen den beiden erl’len unter 
ihnen findet die Verwachfung nur an der Wurzel, zwi- 
frhen den beiden letzten fait in ihrer ganzen Länge 
Statt. Bei allen aber findet fich zwilchen der Ver- 
wacbfungsftelle und dern Körper eine rundliche Lücke, 
unftredig wohl wegen des Verlaufes fier Lendennerven. 
Diefe Anordnung ift der höchfte Grad dieler Bil¬ 
dung, und wahrfrhcinlich Folge des Alters. Der 
anfängliche Zuftand fcheint che Anwefer.heit zweier 
iiberknorpelten Flächen an der Wurzel des Ouerfort- 
fatzes des letzten Lendenwirbels zu feyn, von denen der 
vordem eine ähnliche am vorletzten, der hintern eine 
andere am Heiligbein entfpncht, durch welche die 
Knochen hier anfangs beweglich eingelenkt werden. 
So finde ich es beim Pferde, Efel und Zebra, 
beim Pferde diefelbe Anordnung noch zwilchen dein 
fünften und vierten Lendenwirbel. 
B i verfehiedenen Skeleten fand ich verfchiedene 
Stufen zwilchen den hier hefchriehenen Extremen, in¬ 
dem bald mehrere Wirbel verwachfen waren, bald die 
Verwachfung verfchiedene Grade von Vollltändigkeit 
zeigte. 
Beim aßatlfchen Tn fr tragen die beiden letzten 
Lendenwirbel zwei, der dritte nur eine hintere Ge¬ 
lenkfläche diefer Art, heim amerikanilclien nur der letzte 
an feiner hintern Fläche eine. 
Beim afrikani.feiten zwei gehör nt en Nashorn find 
die drei, beim afiatij'cheri ein gekörnten die zwei letz¬ 
ten Lendenwirbel unter fich und mit dem Heiligbein 
auf diefe Weife verbunden. 
Beim A ilpferde fand ich eine ähnliche Bildung, 
indem der Querfortfatz des erften Lendenwirbels aufsen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.