Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den in dem Skelet ausgesprochnen Uebergang von den Wiederkäuern durch die Kameele zu den Einhufern
Person:
Meckel, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15816/16/
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Balbnclers merkwürdig ift für die sreeenwärtigo Un- 
O o Ö 
terfuchung das untere Ende des Mittelhandknochens. 
Dies lit bei den Karneolen zwar eben fo tief als 
toi den übrigen Wiederkäuern gefpalten, allein diele 
Spalte ift einfach; dagegen findet lieh bei den übrigen 
über dem übern Ende der Hauptfpalte ein von vorn 
nach hinten dringender Kanal. 
Vorzii glich machen die Gelenkflächen einen Ueber- 
gang. Bei den Einhufern bilden fie eine, durch eine 
mittlere Langeaerhabenheit in zwei gleiche Hälften, eine 
äufsere und eine innere, geiheilte Rolle. Diefe beiden 
Haliten find bei den Kameelen von einander gerilfen, 
und fiait des Vorfprungs findet fich jene Furche am 
untern Ende des Mittelhandknochens. Jede Hälfte 
felblt ift völlig einfach. Bei den übrigen Wiederkäuern 
dagegen ilt jede diefer Hälften wieder durch einen Län- 
genvorfprung, wie die grofse, einfache Rolle der Einhu¬ 
fer, in zwei feitliche getheilt. Gewifs eine höchft 
merkwürdige Stufenfolge. 
Die Zehenglieder der Kameele nähern fich denen 
der Pferde durch mehr platte Geftalt und geringere 
Compreffion von einer Seite zur andern als bei den 
übrigen Wiederkäuern Statt findet. 
2. Hintere Gliedmaafsen. 
Auch an den hinter?! Gliedmaafsen finden fich merk¬ 
würdige, die Kameele von den übrigen Wiederkäuern 
abfonderude, den Einhufern dagegen nähernde Bil¬ 
dungen. 
Am Becken kommen die Hüftbeine beider Thier- 
abtheilungen durch an lehn liehe Breite ihres obern Thci- 
les mit einander überein, indem fie bei den meiften 
übrigen Wiederkäuern liier weit fchmaler find. Zu¬ 
gleich ift dieler Theil des Hüftbeins bei diefen mehr 
oder weniger ftark von innen und hinten nach aufsen 
und
        

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