Bauhaus-Universität Weimar

Die Gröfse der holden Fläche des Flügels der In¬ 
fekten und die Mittel, die Luft hier zu fixiren, wer¬ 
den durcii die Nebenflügel, Falten und andere An¬ 
hänge vermehrt. Aus dielem Grunde ift der vordere 
Hand des Libellen!]Opels nach unten und hinten ge- 
krümmt. Viele Flügel, zumal die hintern, haben, 
weil ihre innere Seite lehr weit nach hinten liegt, 
ftark nach unten gebogen ift, und felbft bis unter den 
Hinterleib reicht, mehr Mittel, die Luft an ihrer Wur¬ 
zel zurück zu halten, und den hintern Theil des Kör¬ 
pers zu tragen. So verhält es fielt bei mehreren Li¬ 
bellen und Lepidopteren. Hier alfo vergröfsert fich 
die Oberfläche im Verhältnifs zur Verkürzung des He¬ 
belarms, worauf die Luft wirkt. Vorzüglich wird 
die Oberfläche durch grofse Längenfalten vergröfsert, 
die alle an ihrem Ende mehr oder weniger nach hin- 
ten gekrümmt find, wovon einige fich von der Wurzel 
des Flügels gegen die Spitze erftrecken , andere in gre¬ 
iserer Menge, indem fie fich immer ftärker krümmen, 
lieh am hintern Rande endigen. Diefe Falten find fo 
angeordnet, dais fie die Ruderbewegung der Flügel am 
meiften begünfligen, indem diefe die Luft bei ihrer Be¬ 
wegung nach unten und hinten fel'thalten. Vorzüg¬ 
lich g.dchieht dies auch dadurch, dafs die Seiten der 
Längenfalten oft eingekerbt und ihre Enden in kleine 
Ouerfalten sbgetheilt und unterabgetheilt find, welche 
durch Längen - und Querflreifen befeftigt werden. 
Bei den Libellen und Heufchrecken, wo diefe Fal¬ 
ten am deutlichften find , finden fich die ftärkften Strei¬ 
fen arn Gipfel der Läneenfalten, die am untern Ab- 
fchnitte befindlichen find dünner und fehlen .oft ganz. 
Nur bei den Libellen, deren Flügel beftändig ausgebrei¬ 
tet find, erhalten kleine Querwände beftändig dieCieftalt 
diefer Falten und am Gipfel der Streifen finden fich 
kleine, mit der Spitze nach auisen und hinten gerich-
        

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