Bauhaus-Universität Weimar

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Nach Herrn BlainviUe's Bemerkung haben die Fe¬ 
dern der Vögel an ihrer Wurzel elaftifche Bänder, die 
fie einander in der Ruhe nähern. Eben fo fah er in 
allen Theilen der Flügel der Fledermäufe elaftifch- .Seh¬ 
nen und nach ihm werden die Flügel mehrerer Infek¬ 
ten durch ähnliche Bänder gefaltet. 
Die Flügel find nur, wenn fie niedergefenkt find, 
völlig ausgedehnt, indem ihr Knorpelende fich immer 
etwas nach hinten beugt, wenn fie fich erheben und 
vorwärts wenden, wozu unter beiden Bedingungen der 
Widerftand der Luft beiträgt. Ihre Hauptbefrimmung 
ift, in diefem Widerftande der Luft einen Unterftützungs- 
punkt zu finden, von wo aus der Stamm fich in die 
Höhe wirft, und fich dafelbft fchnell genug aufzurich¬ 
ten, um in Verbindung mit dem Hinterleib eine ihrer 
Maffe angemeffene Centrifugalkraft zu erzeugen, wo¬ 
durch der Stamm verhindert wird, wieder berabzufin- 
ken. Zu diefem Behuf find lie, entfaltet, immer nach 
unten fchwach concav, nach oben fchwach convex, an 
ihrem vordem Rande nach vorn convex, hier wie ein 
fchneidendes Blatt nach hinten gekrümmt, wodurch 
diefer Rand, in Verbindung mit feiner Feitigkeit und 
Dicke, wenn der Flügel aufgehoben ift, in den Stand 
oefetzt wird, die Luft zu durchfchneiden, ihren 
Widerftand leicht zu überwinden, und dadurch eine, 
feiner Oberfläche und der Maffe des Flügels proportio- 
nirte, fehr wichtige Centrifugalkraft hervorzubringen. 
Die leichten Enden der Hauptfedern der Vögel geben 
hiergegen kein Hindernifs ab, indem fie unter diefer 
Bedingung immer nach hinten gewandt find, fo dafs 
der fchwerfte Theil jeder Feder und des eigentlichen 
Flügels zu er ft vorwärts geht, der leichtefte folgt. 
Da bei. den Vögeln die Enden der Federn leicht 
und biegfarn find, fo geben fie, wenn fie ihre gröfste 
Oberfläche darbieten, der Luft einen defto bedeutendem
        

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