Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Hären oder die Regeneration der Haare
Person:
Heusinger, Carl Fr.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15807/1/
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Schabei 1 ), Schnell *) und Andern angeftellten Unter- 
fuchungen über die Wirkfamkeit der Gifte, aus denen 
klar hervorgeht, dafs die verletzende oder tödtende 
Kraft der Gifte lediglich von einem directen Ueber- 
gange in das Blutl'yi'tem abhängt, während dem lia 
durch das lymphatifche Syftem gar keine Wirkung 
äufsern und die Nerven nur topifch afficiren. 
Sollten wir demnach wohl noch an der Abforb- 
tionskraft der Venen zweifeln können? Ich glaube 
nein. — 
IV. 
Ueber das Hären oder die Regeneration 
der Haare. Von Carl Fr. Heusinger. 
Nachdem ich die früher mitgetheilten Beobachtungen 
über die erfte Entftehung der Haare in dem Fötus ge¬ 
macht hatte, richtete ich meine Aufmerkfamkeit auf 
die Regeneration der Haare. ln der That durfte ich 
nicht lange fuchen, nach Verlauf einiger Wochen lagfaft 
die ganze Regenerationsgefchichte der Haare vor mir. 
Regeneration der Tafthaare. 
Die Tafthaare oder Barthaare der Thiere liegen 
in Bälgen, die man fogleich erblickt, wenn man die 
Haut neben einem folchen Haare einfehneidet; lie ha¬ 
ben in den verfchiedenen Thieren eine verfchiedene 
Geftalt, doch find fie in der Regel oval. Man findet, 
die Haut des Balges nach oben und hefonders in der 
Mitte viel dicker als unten an dem Boden, welcher 
auf dem Unterhautzellgewebe ruht, wo fie fehr 
l) De effect, etc. 
s’) Hiftoiia veneni «, f, w.
        

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