Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die vergleichende Anatomie des Gehirns: Bericht von G. Cuvier vor der öffentlichen Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Paris am 2ten April 1821
Person:
Serres
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15787/8/
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Immer find fio bei den Fifchen nur Zweihügel 
und bilden ein, nach innen leicht abgeplattetes Sphäroid. 
Bei den Säugthieren und dem Menfchen find fie 
während der eri'ten zwei Drittheile des Fötuslebens nur 
Zweihügel, oval und hohl wie in den vorerwähnten 
Klaffen. Nur im letzten Drittheil werden fie durch eine 
Querfurche in vier getheilt. 
Die Verfch jeden heit diefer Hügel in den verfchie- 
denen Säugthierfamilien hängt von der Stelle der Quer* 
furche ab. 
Beim Menfchen liegt- fie ungefähr in der Mitte, 
und die vordem und hintern find daher ungefähr gleich. 
Bei den Fleifchfreffern rückt die Furche nach vorn, 
und die hintern überwiegen; das Gegentheil findet bei 
den Wiederkäuern und Nagern Statt 
Bisweilen bleiben fie bei Menfchen und Säugthie- 
ren Zweihiigel, was eine Aehnlichkeit mit den niedern 
Klaffen ift. 
Die Vierhügel der Säugthiere find alfo anfangs 
bei den Säugthieren, wie bei den übrigen Klaffen im¬ 
mer , hold. 
Sie werden , wie das Rückenmark, durch Abfatz 
grauer Subftanz von der innern Gefäfshaut, folide. 
ln allen Klaffen und allen Familien derfelben Klaffe 
ftehen fie in geradem Verhältnifs zu den Sehnerven und 
Augen. 
Bei den Fifchen finden fich mit den gröfsten Seh¬ 
nerven und Augen die gröfsten Vierhiigel. 
Hierauf folgen in beiden Hinfichten im Allgemei¬ 
nen die Amphibien. 
Die Vögel haben gleichfalls fehr ftark entwickelte 
Vierhiigel, Sehnerven und Augen. 
Bei den Süugthieren nehmen alle diefe Theile 
gleichmäfsig von den Nagern zu den Wiederkäuern, von 
diefen zu den Fleifchfreffern, den Quadrumanen und dem
        

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