Bauhaus-Universität Weimar

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Zubalten der Nafe eine kleine Verfchiedenbeit bewirkt, 
nur aber, glaube ich, fo viel, als auf diefe Weife die 
Oberfläche des Antlitzes vermindert wird. leb drückte 
meine Finger gegen die Stelle des Gehörgangs ja felbft 
ein dickes Stück Tuch darauf, fie hörte aber eben fo gut. 
Sie hörte mich vollkommen in der Entfernung von vier 
Fufs, während ihr Gefleht mit einem leinenen Tuche 
bedeckt war, felbft wenn Flanell darüber gelegt wurde, 
durchaus gar nicht aber, als ein grofser wollner Rock 
darüber gedeckt ward. Nach Wegnahme aller Decken 
verband fie fogleich alles. An einem andern Tage 
wurden diefelben Verfuche wiederholt, fie hörte alle 
Fragen, doch defto fchwächer, je mehr Bedeckungen 
fie erhielt. Die erften Verfuche wurden in ihrem 
Haufe, ganz allein, die zweiten in dem meinigen, in Gegen¬ 
wart Mehrerer, nachdem fie fchnell gegangen war, ge¬ 
macht, und immer wird fielt hierbei einige Verfchieden- 
heit finden, die auf Rechnung der Verfchiedenbeit der 
Stärke der Stimme und der Bedeckungen gefchrieben 
werden kann. Deutlich hörte fie fiebert bis acht Fufs weit 
Töne auf dem Clavier, fchwächer, als das Gefleht, wie 
vorher, bedeckt wurde. Andrücken eines Tuchs auf die 
Gehörgangsftelle änderte nichts. Sie wurde auf einem 
Stuhl am Clavier gefetzt, das Gefleht verhüllt, fo dafs 
fie fchlechter hörte, dann die Hand auf das Clavier 
gelegt, worauf fie fogleich weit beffer hörte. Feflcs 
Binden eines feidenen Tuches um den Arm verminderte 
das Hören, das fogleich nach Wegnahme deffelben 
deutlicher ward. Setzt fie das Gefleht oder die Zähne in 
Berührung mit dem Clavier, fo hört fie fehr leicht. 
Glocken hört fie nur fehr in der Nähe, wenn gleich 
die des Doms fehrgrofs il't und mehrere (englifche) Mei¬ 
len weit gehört wird. 
In dieletn Falle wurden nur die allgemeinen Er¬ 
ziehungsmittel angewandt und namentlich gab man lieh
        

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