Bauhaus-Universität Weimar

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]jg, die Wände aus einer dünnen äufsern -und einer 
dickem zweiten iunern Platte gebildet, deren erftere 
den ganzen Knochen, die zweite die Markhöhle um- 
giebt. Die Rinde eines Mittelfufsknochen des Hafen 
konnte ich in zwei, die eines Schienbeins vom Schwein 
in vier Blätter theilen. 
Die Ellenbogenröhre eines Affen beftand aus einer 
Faferfubftanz und einem fie umgebenden Blatte. 
Ein Stück des Oberfchenkelbeins eines Ochfen 
konnte ich im Aeufsern in drei, im Innern in vier 
Blätter theilen, nachdem ich es erft in verdünnte Salz- 
fäure, dann in Waffer gehalten hatte. Mehrmalige 
Wiederholung gab immer dalfelbe Refultat. 
Bei Anwendung von verdünnter Schwefelfänre 
trennten lieh zwar die Blätter an ihren Rändern, fon- 
derten Geh aber nie ganz von einander ab. Vermuth- 
lieh rührt dies von der Unauflöslichkeit des neugebil¬ 
deten fchwefelfauren Kalks her, der auf diefelbe Weife 
als der durch die Einwirkung der Schwefeifäure zer¬ 
fetzte phosphorlaure und kohlenfaure Kalk die Fertig¬ 
keit der Knochen erhält, was der, im Waffer auflös¬ 
liche falzfaure Kalk nicht thut. 
Den blättrigen Bau der Ochfenknochen entdeckte 
übrigens fchon L. M. A. Caldani 1795, wenn er gleich 
feine Beobachtungen erft 1804 bekannt machte 1 ). 
Hiernächft durchfägte ich den Mittelfufsknochen 
eines Efels und fand, als er hinlänglich erweicht war, 
die ganze Dicke feiner Wände mit Linien bezeichnet, 
welche mit den Blättern eines Buches die gröfste Aehn- 
lichkeit hatte. Bei einem Verfuch, |diefe mit einein 
fchicklichen Werkzeuge zu trennen, fand ich dies wirk¬ 
lich leicht möglich, und daher auch hier den blättrigen 
Bau. Eben fo verhält Geh derfelbe Knochen beim Pferde. 
0 Memorie lette nell’ Academia di feienze etc. di Padova i8c<-
        

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