Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschreibung zweier, durch sehr ähnliche Bildungsabweichungen entstellter Geschwister
Person:
Meckel, Fr.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15764/8/
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fich eine beträchtliche Lücke befindet. Eben fo ift es 
weiter nach vorn gegen den innern Rand durch meh- 
rere Lücken unterbrochen. 
Auch die Stirnbeine find fehr platt, i“ 2/l/ hoch, 
zwei Zoll breit, da fie im normalen Zuftande zwei Zoll 
Höhe und zwei Zoll vier Linien Breite haben. 
Die grofse Fontanelle ift kaum fünf Linien lang 
und höchftens eine Linie breit, da fie gewöhnlich unge¬ 
fähr einen Zoll Länge und gröfste Breite hat. 
Am Schlafbein ift die Schuppe zu kurz und nie¬ 
drig, oben mit einem geraden Bande geendigt und bil¬ 
det hier nicht mit dem Scheitelbein einen Bogen, fon- 
dern einen l'tumpfen Winkel, indem das Scheitelbein 
fich fogleich nach innen wendet. Der Zitzentheil fpringt 
ftärker als gewöhnlich nach aufsen und oben , der FeJ- 
fentheil zu ftark nach unten hervor. 
Wegen der Anordnung der Zitzentheile ift der 
Schädel zwifchen beiden drei Zoll breit, während feine 
Breite hei normaler Bildung hier wenig über zwei zu 
betragen pflegt. Dagegen find die obern Ränder der 
Schuppentheile etwas weniger weit als gewöhnlich von 
einander entfernt. 
Am Antlitz ift das Oberkieferbein zu ftark vorge- 
fchoben, der Körper und der Zahnhöhlenrand itehen 
nicht fenkrecht, fondern liegen faft wagerecht. Es 
überragt daher die Nafenbeine bedeutend. Zugleich ift 
es fchief, fpringt auf der linken Seite ftärker als auf 
der rechteü hervor. Auch ift es überall zu niedrig und 
zu fehrr.nl- die Augenhöhlen liegen daher zu nahe an¬ 
einander. 
Die Spalte im Gaumen entfteht durch die von vorn 
nach hinten zunehmende Trennung der hintern Hälf¬ 
ten der Gaumenfortfätze des Oberkieferbeins und der 
wagerechten Fortfätze der Gaumenbeine in ihrer gan-
        

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