Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Bewegung des Oberkiefers der eidechsenartigen Amphibien
Person:
Nitzsch, Christian L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15761/13/
so 
zung von dem der Vögel verfobieden, wirkt ganz auf 
cliefehie Weife wie letzterer, indem feine Bewegung in 
einei Schiebung nach vorn oder hinten, nicht zugleich 
wie bei Schlangen und Fifchen in einer Drehung von 
innen nach aufsen, o !er umgekehrt, befteht. Auch 
ift das öelenkbein eben fo am Unterkiefer eingelenkt, 
und bewegt Geh eben fo in Folge der Bewegung des 
Unterkiefers, fo dafs beim Abziehen des Unterkiefers 
zugleich das untere Ende der Gelenkbeine vorwärts ge¬ 
drückt, die Verbindungsbeine folglich vorgefchohen, 
beim Hinaufziehen des Unterkielers aber diefelben Theile 
wieder nach hinten gezogen werden. Da nun die vor- 
derfte obere Biegungslinie des Kopfgertiftes hinter den 
Augen in der Kranznath ift, und alle vor derfelben 
liegenden Knochen unbeweglich miteinander verbunden 
find, fo mjiflen bei der Bewegung in der Kranznath 
auch alle Theile, welche vor derfelben liegen, näm¬ 
lich der ganze Oberkiefer nebft Stirn und Augen, zu* 
fammen in Folge der Bewegung der Hebelmafchine be¬ 
wegt, bei ihrer Schiebung nach vorn aufwärts, beim 
Zurückgleiten derfelben aber niederwärts gezogen wer¬ 
den. Bei der Bewegung in der hintern Linie oder der 
Lambdauath treten nun noch die, meift in eins verwach- 
i'enen, Scheitelbeine und das ganze Zygoma zur Summe 
der bewegten Theile hinzu, Wahrfcheinlich wird die 
Bewegung bald nur in der vordem, bald nur in der 
hintern Linie vollzogen, aifo mit dem Oberkiefer bald 
nur das Stirnbein, bald zugleich das Scheitelbein be¬ 
wegt, erhoben oder gefenkt, indem im letzten Falle 
das Scheitelbein zugleich von den Muskeln, die vom 
Hälfe zu der Kante gehen, welche durch die abftehen- 
den Fortfälze diefer Knochen gebildet werden, ange¬ 
zogen werden mag. Es find aber diefe Vei hältiiiffe 
zu verwickelt, als dafs ich ohne genaue Unterfuchung 
der
        

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