Bauhaus-Universität Weimar

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K. Tigerstedt, Respirationsapparate. 
Rhythmus wie die großen Saugzylinder bewegen und also immer einen 
gleichen Bruchteil der ausgesaugten Luft abzweigen. Diese Pumpen nebst 
den dazu gehörigen Meß- und Absorptionsapparaten sind neben der großen 
Gasuhr placiert. Fig. 10 gibt diese Anordnung wieder. 
Wie aus der Fig. 9 ersichtlich ist, saugt die eine Pumpe einen Bruchteil 
der Luft, wie sie in die Respirationskammer einströmt, aus einer möglichst 
engen Glasröhrenleitung, welche über die Respirationskammer weg nach 
der Türe geht, wo sie sich nach zwei Seiten derselben abzweigt. In gleicher 
Weise saugt die andere Pumpe aus der Röhre g einen Bruchteil der Luft, wie 
sie aus der Respirationskammer fortgeht. Beide Pumpen gehen in jeder 
Minute lOmal und man stellt die Hubhöhen so, daß jeder Hub 8 bis 9 ccm 
Luft fördert. 
Yerbüidungsslange mit dem, 
grofsen Saug apparat. 
Fig. 10. 
Peitenkofers Respirationsapparat. 
Ehe die Luft in die Pumpe tritt, wird ihr alles Wasser durch die 
Kugelapparate (Fig. 10), welche mit Schwefelsäure gefüllt sind, entzogen. 
Zur Sicherheit folgt nach jedem Kugelapparat noch ein U-förmiges Rohr 
mit Bimsstein und Schwefelsäure. 
Von den Pumpen aus wird die Luft durch ein System von Röhren 
gedrückt. Von dem Fläschchen g (Fig. 10) aus geht die Luft durch den 
Hahn h, die Röhre i, in welcher sich mit Wasser befeuchteter Bimsstein 
befindet, zu der 1 Meter langen, etwas schiefstehenden mit Barytwasser ge¬ 
füllten Röhre k, wo die Kohlensäure absorbiert wird. Etwa noch vorhandene 
Reste von Kohlensäure werden durch ein mit Barytwasser gefülltes kürzeres 
Rohr 1 absorbiert. Von hier strömt die Luft nach den beiden kleinen Gas¬ 
uhren h (Fig. 9), wo sie gemessen wird. 
Die Kohlensäure wird durch Titrieren des Barytwassers bestimmt. Da 
man nun kennt, wie viel Luft durch die große und wie viel durch die 
kleine Gasuhr passiert hat, läßt sich die während der Versuchszeit ge¬ 
bildete Kohlensäure leicht berechnen, wobei natürlich die in der ein¬ 
strömenden Luft befindliche Kohlensäure abgezogen werden muß.
        

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