Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anwendung der physikalisch-chemischen Methoden in der Physiologie
Person:
Asher, Leon
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15617/72/
184 Leon Asher, Die Anwendung der phys.-chem. Methoden in der Physiologie. 
kommen behufs absolut sicheren Verschluß in einen eigenen Zentrifugenaufsatz. Siehe 
Fig. 24a-c. 
Durch die Schraube, welche durch a geht, kann das Röhrchen zwischen den mit 
Kautschukplatten belegten Widerlagern (b) wie in einem Schraubstock so zusainmen- 
Fig. 24 a. 
Fig. 24b. 
Fig. 24 c. 
gepreßt werden, daß jeder Substanzverlust beim Zentrifugieren absolut unmöglich wird. 
Damit die Röhrchen zur Vermeidung jeden Blutverlustes beim Einspannen horizontal 
in den Verschluß gebracht werden können, zeigen die zentralen und peripheren Auf¬ 
nahmehälse an ihrer nach oben gekehrten Fläche längsgestellte Aus- 
schnitte. Die Ausbuchtung (c) ist nötig, damit die Finger ^ ohne jeg- 
^ liehe Schwierigkeit die Röhrchen plazieren können. Die Stärke der 
i P Röhrchen widersteht selbst ziemlich starkem Druck im Schraubstock. 
Das Trichterröhrchen von Hamburger (siehe Figur 25) besteht aus 
einem Trichter, dessen Inhalt etwa 2^2 cm3 beträgt und in einem unten 
zugeschmolzenen Kapillarrohr endet. Dasselbe ist in 100 Teile genau 
kalibriert. Der kalibrierte Teil hat bei einer Länge von 57 mm einen 
Inhalt von 0,01 cm,» der Raum zwischen 2 Teilstrichen entspricht also 
einem Volumen von 0,0001cm3. Die Röhre muß sehr genau mit 
Quecksilber kalibriert werden. Die Trichterröhrchen sind mit einem 
Ebonitkäppchen verschlossen, deren genaues Passen in dem Trichter 
durch einen umgelegten Kautschukring gesichert wird. (Bequemer zum 
Arbeiten sind Trichterröhren, deren kapillarer Teil 0,02 cm3 faßt.) 
Die Füllung des Trichterröhrehens von Hamburger mit 
Blut (0,02 beziekentlick 0,04 cm3) erfordert einige Sorgfalt. Das 
Trickterrökrcken wird im oberen Teil vorerst mit der zu unter¬ 
suchenden Flüssigkeit gefüllt. Die Kapillarpipette, in welcher 
sick das unter den nötigen Kautelen aufgesaugte Blut befindet, 
wird in die Flüssigkeit des trichterförmigen Röhrchens getaucht 
und die Flüssigkeit bis zum Teilstrich 0,02 angesogen, dann 
ausgeblasen und die Prozedur mehrfach wiederholt. Vor der 
ersten Abmessung muß die Pipette mit einer NaCl Lösung von 
0,9°/o benetzt werden, um unter stets gleichen Bedingungen zu 
arbeiten. Nach Verschluß mit dem Ebonitkäppchen bewegt man 
die Mischung von Blut und Flüssigkeit einige Mal hin und her, 
da ein Umrühren mit einem Stäbchen die Mischung nicht hin- 
Fig. 25. 
reichend homogen macht.
        

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