Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anwendung der physikalisch-chemischen Methoden in der Physiologie
Person:
Asher, Leon
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15617/100/
212 Leon Asher, Die Anwendung der phys,-ehem. Methoden in der Physiologie. 
. AK2 AmK 
(K + m)2 (K + m)2 
, AKn AmK11-1 
nmal ,—— -=---— 
(K + m)n (K + m)n 
An der Hand der obigen Formeln wird man je nach der Menge der 
zu bearbeitenden Flüssigkeit und der erstrebten Genauigkeit die Zahl der 
Schüttelungen berechnen. Am einfachsten wird man immer das 10,4 fache 
Volumen der zu untersuchenden Flüssigkeit nehmen, am besten gleich wasser¬ 
haltigen Äther, um das Volumen beim Schütteln so wenig wie möglich zu 
ändern. Es geht dann in den Äther genau die Hälfte der Milchsäure über, 
welche in der zu untersuchenden Flüssigkeit steckt. Die Methode is+aber 
nur dann richtig, wenn beim Schütteln einzig als wesentlich in den Äther 
übergehend Gährungsmilchsäure in Betracht kommt. Die Methode der 
Milchsäurebestimmung durch Berechnung mit Hilfe des Teilungskoeffizienten 
hat den Vorzug, daß die im Magensaft vorhandene Salzsäure keinen in Be¬ 
tracht kommenden Fehler verursacht. 
2. Overtons physiologische Methode zur Bestimmung des Teilungs¬ 
koeffizienten der Narkotika. 
Zuerst bestimmt man die Konzentration des zu untersuchenden Nar¬ 
kotikums in Wasser, welche lebende Zellen, z. B. junge Kaulquappen von 
9—14 mm Länge, Entomostioken, Infusorien usw., grade vollständig nar- 
kotisiert. Aus einer Reihe von Versuchen gewinnt man Mittelwerte. Hier¬ 
auf werden Olivenöl und WTasser in einem bekannten Verhältnis mit einer 
bestimmten Menge des zu untersuchenden indifferenten Narkotikums ge¬ 
schüttelt. Nach Äbsetzung wird geprüft, ob die wäßrige Lösung das Objekt 
narkotisiert. Ist das der Fall, so fügt man zum Gemisch eine abgemessene 
Quantität Wasser, prüft wieder und wiederholt,. bis in der wäßrigen Lösung 
eine bestehende Narkose etwas zurückgeht. Diese wäßrige Lösung besitzt 
dann den vorhin gefundenen Mittelwert der Konzentration. Aus dem Ver¬ 
hältnis der Konzentrationen in der wäßrigen Lösung und im Olivenöl be¬ 
rechnet sich der Teilungskoeffizient. Man braucht bei dieser Methode nur 
sehr geringe Mengen des Narkotikums. 
Teil VIII. Bestimmung der inneren Reibung (Viskosität). 
Prinzip. Nach dem Gesetz von Poiseuille gilt für das aus einer 
engen Röhre ausfließende Flüssigkeitsvolumen 
-....... * (Pi-P2)r4t n(1rr r _ X (p!-p2)r4t 
8rt\ 0Clei '' Bel 
(1) 
In diesem Ausdruck ist 1 die Länge der Röhre, r der Radius des Quer¬ 
schnittes, rj der Reibungskoeffizient. Der letztere wird dahin definiert, daß 
er die Kraft in Dynen und pro Quadratzentimeter bedeutet, welche zwei 
Flüssigkeitsschichten aufeinander ausüben, die 1 cm voneinander liegen und 
eine Differenz der Geschwindigkeit von 1 cm pro Sekunde besitzen, pj—p, 
ist der Druckunterschied am Anfang und Ende der Röhre. Wenn die
        

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