Bauhaus-Universität Weimar

Reizphysiologie. 
51 
Die für Paramaecium aurelia tödlich wirkenden Konzentrationen 
von Säuren hei 13° C. nach Barratt. (Gekürzt.) 
0,0004 N 
0,0002 N 
0,0001 N 
0,00005 N 
HCl 
Salzsäure 
tot innerhalb 
1 Minute 
tot nach 
7 Minuten 
tot nach 
5 Stunden 
HN03 
Salpetersäure 
tot innerhalb 
1 Minute 
tot nach 
15 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
H2S04 
Schwefelsäure 
tot innerhalb 
1 Minute 
tot nach 
17 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
HCOOH 
Ameisensäure 
tot innerhalb 
2 Minuten 
tot nach 
15 Minuten 
tot nach 
5 Stunden 
COOH • CHOH • CHOH • 
COOH Weinsäure 
tot innerhalb 
1 Minute 
tot nach 
12 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
Die für Paramaecium aurelia tödlich wirkenden Konzentrationen 
von Basen nach Barratt. (Gekürzt.) 
0,004 N 
0,003 N 
0,002 N 
0,001 N 
0,0005 N 
KOH 
tot nach 
5 Minuten 
tot nach 
14 Minuten 
tot nach 
60 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
NaOH 
tot nach 
I 5 Minuten 
tot nach 
15 Minuten 
tot nach 
40 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
LiOH 
tot nach 
4 Minuten' 
tot nach 
10 Minuten 
tot nach 
90 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
V2 B&(OH)2 
tot nach 
5 Minuten 
tot nach 
30 Minuten 
lebendig nach 
24 Stunden 
Wirkungen hinzustellen, ein Versuch, der oben bereits eine Kritik er¬ 
fahren hat. 
Als Indikator für die Wirkung nicht tödlicher Dosen eines Reizstoffes 
ist gelegentlich die Teilungsgeschwindigkeit benutzt worden. B. Sand84) 
stellte den Grad der Beschleunigung bezw. Verlangsamung für verschiedene 
Dosen von Arsen, Chinin, Eisen, Alkohol fest. 
Methodisch am bedeutsamsten für die Bearbeitung der Frage, wie be¬ 
stimmte Stoffe auf das Protoplasma einwirken, sind Barratts85) Unter¬ 
suchungen über die Wirkung von Säuren und Alkalien, durch die er den 
Nachweis erbrachte, daß beide nicht katalytisch auf das Plasma wirken, 
sondern Verbindungen mit ihm eingehen, so daß Säure und Alkali in me߬ 
baren Mengen aufgebraucht werden. 
Die Methode zur Feststellung dieser Tatsache beruht auf dem Prinzip, 
daß die elektrische Leitfähigkeit einer Flüssigkeit von ihrer Ionenkonzen¬ 
tration abhängt, und daß, wenn die elektromotorische Kraft und der äußere 
4*
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.