Bauhaus-Universität Weimar

Keizpkysiologie. 
43 
nehmen endlich eine quere Lage gegen die Richtung der äußeren Einwirkung 
an (transversale Taxis). Die eingehenden Analysen dieser Bewegungs¬ 
vorgänge, die-Verworn, Jensen, Ludloff, Pütter, Wallengren u. a. 
geliefert haben, lassen deutlich erkennen, daß es sich hierbei nicht um 
spezifische Reizwirkung handelt, sondern lediglich um bestimmte Kombi¬ 
nationen der oben angeführten Reizwirkungen auf die Ciliatenbewegung. 
Bei der Analyse der taktischen Reizerscheinungen und des Mechanismus der 
Anhäufungen von Tieren an Stellen bestimmter Reizintensität, sind die Eigen- 
ixww \ ewvxvwwyov 
Fig. 26. „Rüekwärtslaufeu im Kreise“ bei Stylonychia mytilns. Ein Reizeffekt, der durch die spezielle 
Kombination der Bewegungsorganellen bei verschiedenen Reizen zustande kommt. 
tümlichkeiten der Schwimmbewegungen der Objekte besonders zu berück¬ 
sichtigen, wie sie z. B. Figur 27 für Paramaecium zeigt. 
Auf die Einzelheiten der Bewegungsanalyse kann hier nicht eingegangen 
werden, es sei nur erwähnt, daß die scheinbar von dem gewöhnlichen Modus 
der polaren Erregung der Protisten so abweichenden Formen der transver¬ 
salen Galvanotaxis (Pütter für Stylomychia) und anodischen (Wallengren 
für Opalina) als Folgen bestimmter Kombinationen von äußeren Be¬ 
dingungen analysiert werden konnten, bei denen das für Protisten an¬ 
scheinend allgemein gültige Gesetz der polaren Erregung selbst keine Aus¬ 
nahme erfährt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.