Bauhaus-Universität Weimar

20 August Piitter, Methoden zur Erforschung des Lebens der Protisten. 
eiweißhaltige Plasma einen gelben Farbenton von verschiedener Intensität 
annimmt. Will man sich nur ganz generell über die Verteilung dieser Stoffe 
unterrichten, so genügt es, dem Tropfen Kulturflüssigkeit, in dem man die 
Fig. 7. Aufnahme einer Algenzelle durch eine Amöbe. 
(Aus Verworn, Allgemeine Physiologie.) 
Fig. 8. Weg der Ingesta bei Carchesium. 
(Nach Greenwood aus Verworn, Allgemeine Physiologie.) 
die 
Objekte beobachtet, etwas Jod¬ 
tinktur zuzusetzen. Zur Ver¬ 
gleichung des relativen (Jehaltes 
an Reservematerial verfährt man 
zweckmäßig folgendermaßen: In 
ein Uhrschälchen mit absolutem 
Alkohol läßt man in möglichst 
Meinen Tropfen die Protozoen 
hereintropfen, saugt sie mit 
einer feinen Pipette auf und 
läßt den Alkohol auf dem Ob¬ 
jektträger verdunsten, wodurch 
die Objekte festgeklebt werden. 
Ein Tropfen Jodtinktur, für eine 
halbe Minute aufgebracht, färbt 
alles mit Jod färbbare und 
wird mit einem Stückchen Fil¬ 
trierpapier abgedrückt. Die ge¬ 
färbten Objekte müssen dann 
sofort untersucht werden in 
Wasser, Glyzerin oder Kanada¬ 
balsam, sie bleichen rasch aus. 
Auf diese Art kann man sich 
einigermaßen über den Ernäh¬ 
rungszustand der Tiere orien¬ 
tieren. 
Welche Mängel eine der¬ 
artige Untersuchung hat, gebt 
sich nicht mit Jod färben, oben gesagter 
aus dem über Kohlehydrate, 
deutlich hervor. 
Reicht für das Studium des Weges, den die Ingesta im Endoplasm a 
nehmen, wie für das Erkennen der gröberen Veränderungen, die sie erleiden, 
die einfache mikroskopische Betrachtung aus (s. Fig. 8), so hat man doch 
versucht durch vitale Färbungen Aufschluß über die Reaktion während der
        

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