Bauhaus-Universität Weimar

Die Wahrnehmung von Helliglceitsveränderungen. 
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Einwirkung heterogener Sinneseindrücke erleidet.1 Infolge der 
Gewöhnung nahm später die durch das Geräusch herbeigeführte 
Verlangsamung der Veränderungswahrnehmung beträchtlich ab; 
jedenfalls lehren aber obige Versuche, dafs der Einflufs der 
Störung, da er bei verschiedenen Helligkeiten ziemlich derselbe 
ist, in der Form einer additiven Konstante ausgedrückt 
werden kann. — Bei den folgenden Versuchen habe ich stets, 
selbst wenn ich die Scheiben nicht benutzte, eine derselben 
laufen lassen, damit die äufseren Versuchsbedingungen, zu 
welchen ja auch das Geräusch gehörte, sich gleich blieben. 
Tabelle III. 
Veränderungsdaner 
Schieberslellung 
Anfangsintensität 
mit Geräusch 
ohne Geräusch 
Differenz 
45 
12 
19,9 
14,82 (14,6) 
5,1 
35 
22 
21,0 
16,4 (16,9) 
4,6 
25 
32 
23,3 
17,85 (18,3) 
5,4 
15 
42 
24,8 
19,75 (19,8) 
5 
Die zweite Modifikation bestand in einer Veränderung des 
Mafsstabes. Zum Zweck bequemerer Berechnung wählte ich 
jetzt einen solchen, der die Höhe des sichtbaren Linsenstückes 
in 125 Teile teilte und seinen Nullpunkt unten hatte. Die 
Intensität, welche durch Verrückung des Schiebers um einen 
Teilstrich hinzugefügt wurde, wählte ich als Einheit, so dafs 
die höchste mögliche Intensität bei ganz aufgehellter Linse 
und ohne rotierende Scheibe 125 Einheiten betrug. 
Die Hauptuntersuchung umfafste nun fünf zusammen¬ 
gehörige Versuchsserien, jede aus acht (bezw. sieben) Zehner¬ 
reihen bestehend. Jede Serie wurde immer an einem Tage er¬ 
ledigt; sie enthält alle Versuche, die bei gleicher dauernder Ver¬ 
dunkelung (durch Eotationsscheiben) ausgeführt wurden. Bei 
der ersten Serie betrug diese Verdunkelung 0, bei der zweiten Vs 
u. s. w. Somit waren die absoluten Erhellungsgeschwindigkeiten 
1 S. W. Wundt, Physiol. Psychol. IV. Aufl. Bd. II. S. 353. 
* Die Veränderungsdatier a ohne Geräusch decken sich fast völlig 
mit den in Klammern beigesetzten entsprechenden Werten aus Tab. II.
        

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