Bauhaus-Universität Weimar

Aus der physikalischen Abteilung des physiologischen Instituts zu Berlin.) 
Über die indirekte Sehschärfe. 
Von 
Th. Wertheim 
in Berlin. 
Seitdem Purkinje 1 als der Erste die Netzhautperipherie in 
den Kreis seiner physiologischen Untersuchungen gezogen hat, 
haben zahlreiche Forscher das von jenem im Gegensätze zu 
dem direkten Sehen mit der Netzhautgrube sogenannte indirekte 
Sehen zu messen unternommen. Sieht man von Purkinjes 
eigenen Versuchen ab, die als eigentliche Messungen noch nicht 
gelten können, so rühren die ältesten Arbeiten über dieses 
Gebiet von Hueck2 und von Volkmann1 3 her. Sie bestimmten, 
wie weit Doppelstriche und Doppelpunkte, welche verschiedene 
Entfernung voneinander hatten, von dem fixierten Punkte noch 
unterscheidbar waren; dabei hat Volkmann, um alle Augen¬ 
bewegungen auszuschalten, momentane Beleuchtung seiner 
Objekte mittelst des elektrischen Funkens angewendet. Die 
grofse Verschiedenheit in den Resultaten dieser beiden Forscher 
veranlafste Aubert und Förster,4 die Untersuchung wieder auf- 
1 Burkin je, Beobachtungen zur Physiol, der Sinne. II. Prag 1825. 
2 Hueck, Von den Grenzen des Sehvermögens. Müllers Arch. f. 
Anal, Physiol, etc. 1840. 
3 A. W. Volkmann, Artikel „Sehen“ in Wagners Handwörterbuch der 
Physiologie. Bd. Ill, 1. 1846. 
4 Aubert und Förster, Beiträge zur Kenntnis des indirekten Sehens. 
Arch. f. Ophthalm. 1857. III, 2, und 
Aubert, Physiologie der Netzhaut. Breslau 1864.
        

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