Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Nochmalige Ablehnung der cerebralen Entstehung von Schwebungen
Person:
Schaefer, Karl L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15348/3/
Nochmalige Ablehnung der cerebralen Entstehung von Schwebungen. 399 
Fingern gehalten oder in ein Stativ gefafst wird, woraus noch 
eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Schwingungen resultieren 
dürfte. 
II. Ich habe es a. a. O.1 klar ausgesprochen, dafs, je 
näher die Töne der Schwelle kommen, um so mehr die deut¬ 
liche Übertragung derselben durch Knochenleitung abnimmt. 
Scripture kommt in seiner Entgegnung zu dem entsprechenden 
Resultat, dafs die Knochenleitung an der Schwelle nicht mehr 
funktioniere, und erklärt, er habe sich in seiner ersten Ab¬ 
handlung nur auf eben noch höhere Töne bezogen, deren 
Intensität also den Schwellenwert hatte. Nun, mit dieser 
nachträglichen2 3 Erklärung fällt die ganze Beweis¬ 
führung Scriptures zu Gunsten der cerebralen Ent¬ 
stehung der Schwebungen überhaupt in Nichts zu¬ 
sammen. Denn Töne an der Schwelle, getrennt je einem 
Ohre zugeleitet, geben keine Schwebungen mehr. Diese That- 
sache ist vielleicht manchem bekannt, von mir jedenfalls an 
einer früheren Stelle in dieser Zeitschrifts ausdrücklich genug 
betont. 
Damit wäre das Sachliche der ScRiPTUREschen Untersuchung 
erledigt. Dem Urteil der Leser bleibe hiernach ihr Schlufssatz 
überlassen, welcher lautet: ..Es liegen Beobachtungen vor, in denen 
die Überleitung von. einem Ohr zum anderen ausgeschlossen scheint, 
und gleichwohl die auf je ein Ohr eimvirhenden Töne Schwebungen 
miteinander bilden." Nur literarhistorisch sei noch bemerkt, 
dafs der Ausdruck „Physiologische Taubheit“ nicht von mir 
geschaffen ist, wie die Leser Scriptures glauben werden. Ich 
habe ihn aus der Ohrenheilkunde in meine Arbeiten herüber¬ 
genommen, weil er trotz eventueller Schwächen, die er dann 
übrigens mit manchen sehr gebräuchlichen Bezeichnungen teilt, 
kurz ist und zu Mifsverständnissen keinen Anlafs geben kann. 
Der bereits erwähnte, dem Aufsatze Scriptures unmittelbar 
folgende Artikel nIst der Hörnerv direkt durch Tonschwingungen 
1 Bd. II, S. 111 ff. 
2 Die betreffende Stelle des ersten Aufsatzes enthält nichts davon. 
Vielmehr habe ich aus den Worten: so müfste der Ton in diesem 
Falle sehr stark in dem geschlossenen Ohr gehört werden,“ eher das Gegen 
teil geschlossen. 4....... 
3 Bd. II, S. 112. Anmerk. 2.
        

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