Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentelle Beiträge zur Untersuchung des Gedächtnisses
Person:
Müller, G. E. F. Schumann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15342/27/
Experimentelle Beiträge zur Untersuchung des Gedächtnisses. 107 
sprechenden Vorreihen nicht blofs durch die in ihnen vorhandenen, 
der Erlernung der Yorreihen entstammenden Associationen, 
sondern auch durch die Bekanntschaft ihrer Silben, sowie 
durch den Umstand, dafs ihre Erlernung möglicherweise durch 
associative Hemmung erschwert wurde. Es ist also zu einer 
sicheren Bemessung der Ersparnis an Wiederholungen, welche 
bei Erlernung einer derartigen Umstellungsreihe, durch die in 
ihr vorhandenen, von der Erlernung der Vorreihen herrührenden 
Associationen bewirkt wird, überhaupt nicht zu gelangen, so¬ 
lange man die für die Umstellungsreihen erhaltenen Werte der 
erforderlichen Wiederholungszahl w nur mit den für die Vor¬ 
reihen erzielten Werten von w vergleichen kann. Wir glauben 
daher, in den Versuchsreihen III, IV und V, welche denselben 
Fragen galten, wie die Versuchsreihen /und.II, einen wesentlichen 
Fortschritt dadurch erzielt zu haben, dafs wir neben den Um¬ 
stellungsreihen, in denen eine Anzahl von Associationen der zu 
untersuchenden Art vorhanden war, zum Vergleich noch andere 
Umstellungsreihen erlernen liefsen, welche sich von ersteren 
Umstellungsreihen nur durch das Nichtvorhandensein jener 
Associationen unterschieden, hingegen die Bekanntschaft der 
Silben, sowie die associative Hemmung mit denselben gemeinsam 
hatten. 
Wir führen im nachstehenden kurz die Schemata der in 
Versuchsreihe III erlernten Silbenreihen an. 
Nachdem am ersten Versuchstage (dem selbst¬ 
verständlich einige wiedereinübende Vor versuche vorausgegangen 
waren) 6 Vorreihen in trochäischem Rhythmus erlernt worden 
waren, wurden am zweiten Versuchstage im gleichen 
Rhythmus 6 Umstellungsreihen erlernt, welche aus den vor 
24 Stunden erlernten Vorreihen nach folgendem Schema ge¬ 
bildet waren: 
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Die Umstellungsreihen besitzen die Eigentümlichkeit, 
dafs ihre Erlernung durch je 5 Associationen erleichtert wird,
        

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