Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
David J. Hill: Psychogenesis. Philosophical Review. I, 5. S. 481, 1892
Person:
Stern, L. William
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15290/1/
Litteraturbericht. 
Th. Ziehen. Leitfaden der physiologischen Psychologie in 15 Vorlesungen. 
Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Jena 1893. Fischer. IV 
u. 220 S. Mit 21 Abbildungen im Text. 
Der in Bd. II, S. 301, besprochenen ersten Auflage des vorliegenden 
Leitfadens ist recht bald die zweite gefolgt. Die wenigen Stellen, welche 
wir damals als verbesserungsfähig bezeichneten, finden wir in dieser 
neuen Auflage geändert. Aufserdem ist nicht nur eine ganze Vorlesung 
(Gefühlston der Vorstellungen und Affekte) hinzugefügt, sondern es sind 
auch durchgängig kleinere Lücken ausgefüllt und neuere Ergebnisse, 
wenn auch nicht überall mit gleicher Vollständigkeit, nachgetragen. 
Möge das vortreffliche Buch stets weitere Verbreitung finden. 
Arthur König. 
David J. Hill. Psychogenesis. Philosophical Review. I, 5. S. 481. (1892.) 
Eine nicht allzu tiefe, wohl mehr für populäre Zwecke bestimmte 
Darstellung einer „monistischen“ Metaphysik, untermischt mit einigen 
allbekannten psychologischen Bemerkungen. 
Körperliches und Geistiges, nervöse und psychische Vorgänge, 
Kinesis und sogenannte „Metakinesis“ sind nur zwei verschiedene Seiten 
desselben Wesens, laufen daher stets parallel, stehen aber nicht unter¬ 
einander in Wechselwirkung. Bewufstsein ist nicht selber ein 
psychischer Akt, sondern ist das einigende Band zwischen denselben, 
entsteht aber erst, wo mehrere seelische Vorgänge vorhanden sind. — 
Die Möglichkeit des Daseins Gottes, der Unsterblichkeit der Seele, ja 
auch der Seelenwanderung wird mit dieser Theorie für vereinbar er¬ 
klärt. — Warum dieser Titel, der ganz anderes erwarten läfst? 
W. Stern. 
Bob. Sommer. Grundzüge einer Geschichte der deutschen Psychologie 
und Ästhetik von Wolff-Baumoarten bis Kant-Schiller. Nach 
einer von der königl. preufsischen Akademie der Wissenschaften in 
Berlin preisgekrönten Schrift des Verfassers. Würzburg, Stahelsche 
Buchh. 1892. XIX u. 445 S. 
Nach der von der Berliner Akademie gestellten Preisaufgabe sollte 
die Entwickelung der deutschen Psychologie in dem Zeitraum vom Tode 
Ohr. Wolffs bis zum Erscheinen der Vernunftkritik (1754—81) dargelegt 
und der Einflufs dieser psychologischen Arbeiten auf die Ausbildung 
der Ästhetik unserer klassischen Litteraturepoche festgestellt werden
        

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