Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Grundempfindungen in normalen und anomalen Farbensystemen und ihre Intensitätsverteilung im Spektrum
Person:
König, Arthur Conrad Dieterici
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15183/50/
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Arthur König und Conrad Dieterid. 
Faktor, so gilt, wenn wir die drei Elementarempfindungen R, 
G und V in dem Mafsstabe ausdrücken, dafs 
J* JR. d X = J* G . d X = ^ F 
d X 
ist, (und einen solchen Mafsstab haben wir ja stets benutzt), 
für jedes Paar von Komplementärfarben die Doppelgleichung 
f’.\i + c ■ R\.2 — G\j -j- c . ö-,\2 - 
Setzen wir nun 
R\o = = 0 
FXl + c.FXä. 
d. h. wählen wir /, aus der zweiten Endstrecke, so folgt aus 
dem ersten Teil der Doppelgleichung, dafs bei einem endlichen 
Werte von c 
R\l = 
1 • 
Giebt es also zu der zweiten Endstrecke komplementär 
gefärbtes monochromatisches Licht, und das ist, wie aus unseren 
Tabellen VIII und IX (S. 287 und 288) hervorgeht, der Fall, so 
entspricht dessen Wellenlänge dem Schnittpunkte der in dem 
eben erwähnten Mafsstabe aufgezeichneten Elementar-Empfin- 
dungs-Kurven IÎ und G. Wir wollen die Wellenlänge dieses 
Schnittpunktes mit Xrg bezeichnen. 
Aus einer völlig analogen Betrachtung folgt, dafs die erste 
Endstrecke komplementär gefärbt ist zu dem Lichte des 
Schnittpunktes der Kurven G und F, dessen Wellenlänge wir 
analog mit bezeichnen wollen. 
Dieselben Schlufsfolgerungen lassen sich natürlich auch auf 
die Komplementärfarben für das Sonnenlicht an wenden.1 
1 Diese Entwickelung ist in eine]' etwas allgemeineren, aber auch 
weniger scharfen Weise bereits durchgeführt in: A. Kirne, Verhandl. der 
Physikal. Gesellseh. in Berlin. Sitzung vom 2. März 1883 (Fortschritte der 
Physik für 1880. Jahrg. 36. 3. Abtl. Anhang S. 24.) Mit Hülfe der 
NEWTONSchen Farbentafel ist das Ergebnis der obigen Ableitung selbst¬ 
verständlich und naheliegend: denn legt man die beiden Elementarfarben 
B und V in zwei Eckjmnkte eines gleichseitigen Dreieckes, so ist unsere 
obige Beziehung zwischen den komplementären Farben eine unmittel¬ 
bare Folge davon, dafs in einem gleichseitigen Dreieck jeder Punkt einer 
Transversalen, die durch einen Eckpunkt und den Mittelpunkt des 
Dreiecks geht, von den beiden anderen Eckpunkten gleich weit ent¬ 
fernt ist.
        

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