Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Grundempfindungen in normalen und anomalen Farbensystemen und ihre Intensitätsverteilung im Spektrum
Person:
König, Arthur Conrad Dieterici
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15183/3/
Die Grundempfindungen und ihre Intensitätsverteilung im Spektrum. 243 
derselben Lichtquelle und endlich auf Sonnenlicht vorgenoinmen. 
Wir haben daher vor einem näheren Eingehen auf die erhaltenen 
Resultate folgendes darzulegen: 
1. Die Konstruktion des Spektralapparates (Farbenmisch¬ 
apparat). 
2. Die Reduktionen des mit unserem Farbenmischapparat 
erzeugten Dispërsions-Spektrum auf das Interferenz-Spektrum. 
3. Das Intensitätsverhältnis bei den verschiedenen Weilen¬ 
längen zwischen Gaslicht einerseits und Sonnenlicht andererseits. 
§ 2. Der Farbenmischapparat und die Be¬ 
leuchtungslampen. Der genannte Apparat ist bereits vor 
mehreren Jahren von Hrn v. Helmholtz zu Farbenmisch¬ 
versuchen konstruiert worden, ohne jedoch bis jetzt zu genaueren 
Messungen benutzt worden zu sein. Er enthält (Fig. 1) auf 
dem feststehenden Tischchen T ein gleichseitiges, auf allen 
drei Seiten geschliffenes Prisma P. Die beiden Kollimator¬ 
rohre Gx und C2 können vermittelst der Schrauben B1 und 
P2 in ihrer Stellung geändert werden, während das Rohr B 
in solcher Lage an dem Tischchen T festgeklemmt ist, dafs die 
der Fläche 3 gegenüberliegende Prismenkante die Achse des 
Rohres schneidet und senkrecht auf ihr steht. 
Die beiden Kollimatoren G1 und C2 enthalten die achroma- 
tisierten Linsen L1 und L2 und an ihren anderen Enden die 
sorgfältig gearbeiteten Spalte (Sj und S2. Es können diese 
Spalte durch die Schrauben Q1 und Q2 bilateral verengert und 
verbreitert werden, so dafs die Mitte des Spaltes genau an 
derselben Stelle bleibt. Die Breite dieser Spalte läfst sich 
vermittelst der mit einer Teilung versehenen Schraubenköpfe 
bis auf 0.001 mm schätzen. Es wurde die Genauigkeit der 
Teilung und des Schraubenganges am Beginn, in der Mitte 
und am Schlüsse der ganzen Untersuchung durch besondere 
Messungen kontrolliert und bis auf die angegebene Grenze 
richtig befunden. Ein toter Gang der Schraube war nicht 
zu berücksichtigen. Der Nullpunkt hingegen zeigte mehrfache 
Änderung und wurde daher oftmals neu bestimmt. Zwischen 
den Spalten Sx und S2 und den Linsen Li und L2 kann in 
jedem Kollimatorrohre ein achromatisiertes, doppelbrechendes 
Kalkspatprisma (71, und K2) verschoben werden. 
Das Rohr B enthält die achromatisierte Linse L3 und in 
der Brennebene ein Diaphragma dd, in dem sich ein vertikaler 
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