Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Warren P. Lombard: Some of the influences which affect the power of voluntary muscular contractions. The Journal of physiology., Vol. XIII, Febr. 1892, S. 1 ff.
Person:
Müller, G. E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15081/3/
Litteraturbericht. 
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hange zu dem Verhalten des Barometerstandes stehe, und kam durch 
eingehende Untersuchungen zu dem Resultate, dafs der absolute Stand 
des Barometers ohne Einflurs auf die Leistungsfähigkeit seines Willens 
sei, hingegen eine Zunahme des Luftdruckes förderlich und eine Ab¬ 
nahme desselben schwächend auf diese Leistungsfähigkeit wirke, wobei 
es gleichgültig sei, ob die Schwankung des Luftdruckes den täglich 
wiederkehrenden regelmäfsigen oder den unregelmäfsigen Schwankungen 
des atmosphärischen Druckes angehöre. 
Endlich weist Verfasser noch darauf hin, dafs das Versagen der 
willkürlichen Muskelkraft in dem Falle, wo das zu erhebende Gewicht 
nur gering ist, ganz ausbleibt oder wenigstens bei weitem später ein- 
tritt als in dem Falle, wo das Gewicht grofs ist, auch wenn in beiden 
Fällen bei jeder Gewichtshebung eine maximale Willensanstrengung 
stattfindet. Wie Verfasser bemerkt, deutet dieses Verhalten darauf hin, 
dafs die Stärke der Erregungen, welche bei einer willkürlichen Gewichts¬ 
hebung in den beteiligten Zentren des Rückenmarkes (und Gehirns) sich 
abspielen, nicht blofs von der Intensität der Willensanstrengung abhängt, 
sondern sich zugleich auch nach gewissen Einwirkungen bestimmt, welche 
jene Zentren entsprechend der vorhandenen Belastung der Muskeln von 
der Peripherie her erfahren. G. E. Müller (Göttingen). 
H. Senator. Über Mitbewegungen und Ersatzbewegungen bei Ge¬ 
lähmten. Berliner Min. Wochenschrift. 1892, S. 1 ff. 
\ erfasser schickt einige einleitende Bemerkungen über die Definition 
und die verschiedenen Arten der Mitbewegungen voraus. Er macht 
geltend, dafs man auch in solchen Fällen von Mitbewegungen zu reden 
habe, wo bei Gelegenheit unwillkürlich er, insbesondere reflektorischer, 
Bewegungen noch andere überflüssige Bewegungen unwillkürlich aus¬ 
geführt. z. B. beim Niesen, Gähnen u. dergl. noch Bewegungen 
mit den Armen gemacht werden. Von Ersatz bewegungen spricht Ver¬ 
fasser in solchen Fällen, wo an Stelle einer gewollten oder reflek¬ 
torischen Bewegung eine andere Bewegung auftritt, z. B. an Stelle einer 
beabsichtigten Bewegung der gelähmten Hand eine Bewegung der 
anderen, nicht gelähmten Hand auftritt oder bei elektrischer Reizung 
des gelähmten Beines das nicht gelähmte Bein reflektorisch zuckt. 
Verfasser erklärt die von C. Westphal gegebene, von 0. Damsch 
neuerdings gleichfalls acceptierte (vergl. diese Zeitschrift, 3, S. 236 ff.) Er¬ 
klärung der Mitbewegungen für unzulänglich, vor allem deshalb, weil 
sie den gar nicht seltenen Fällen nicht gerecht werde, in denen die ur¬ 
sprüngliche, primäre Bewegung gar nicht durch den Willen intendiert, 
sondern durch äufsere Reizung reflektorisch hervorgerufen wird. 
Die meisten Mitbewegungen lassen sich, wie Verfasser meint, im 
Versuchen unter allerdings ganz anderen klimatischen Verhältnissen er- 
ie . Er erhielt für die Zeit von 3 bis 4 Uhr nachmittags das Maxi- 
um der Leistungsfähigkeit des Willens und kam zu dem Ergebnisse, 
kehS *}lese Leistungsfähigkeit entsprechend den täglich wieder- 
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