Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
H. Aubert: Die Genauigkeit der Ophthalmometer-Messungen. Pflügers Arch. XLIX, S. 626–638, 1891
Person:
Matthiessen, Ludwig
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit15060/1/
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Litteraturbericht. 
getrennt mehr oder minder weit hinabgeriickt.“ „Wenn wir uns vor¬ 
stellen, dafs die drei Augenbecher ursprünglich ein Lageverhältnis zu 
einander und ihrer Elemente zu einander und zu der Hypodermis gehabt 
haben, ... so werden wir uns vorzustellen haben, dafs mit dem Herab¬ 
rücken derselben in die Tiefe eine konvergent nach einem Punkte ge¬ 
richtete Drehung verbunden war, um eine Erklärung für das Zusammen- 
stofsen ihrer konvexen Flächen mit dem Eintreten des Nerven von der 
Aufsenseite in die Retina zu gewinnen“. 
Andrews („Compound eyes of Annelids“. Journal of Morphology, Sept.1891) 
beschreibt die Augen der Ringelwürmer und zwar des Genus Pomilla, 
als zusammengesetzt und mit dem der Familien Serpuliden und Sabelliden 
übereinstimmend. Dagegen besteht das Auge von Branchiomma aus 
äufseren Korneazellen und innern Retinazellen. Hier stehen Borsten auf 
den Sinnesorganen und lassen also einen Zweifel über ihre Spezifität 
bestehen. 
Auf den Optikus beziehen sich folgende drei Arbeiten : Darkschewitsch 
(Über die Kreuzung der Sehnervenfasern, Graefes Archiv f. Ophthalmologie), 
Die von Gudden erwiesene partielle Kreuzung der Sehnerven wurde 1887 
von Michel bestritten und behauptet, es finde vollständige Kreuzung 
statt. Verf. legt an Hand des Befundes von Michel dar, dafs dieser 
Autor sich durch falsche Interpretation seiner Präparate täuschen liefs, 
und bestätigt an Hand von überzeugenden Präparaten die Richtigkeit 
der GuDDENSchen Lehre von der partiellen Kreuzung des Sehnerven. 
Ucke (Epithelreste am Optikus und auf der Retina, Arch, für mikr. 
Anatomie, Heft 1, 1891). Aus der auf mehrere Wirbeltiere ausgedehnten 
Untersuchung geht hervor: 1. dafs auf der Optikus-Oberfläche lange Zeit 
sich eine Epithelauskleidung erhält (Gehäuse Radwauers), 2. dafs der 
Trichter der Papille eine gleiche Epithelauskleidung längere Zeit behält, 
3. dafs die Höhle des Augenblasenstiels dorsalwärts verdrängt wird. 
Der Optikus entwickelt sich zentripetal. 
Froriep (Über die Entwickelung des Sehnerven, Anatom. Anz., No. 6). 
Es wird ein Entwickelungsstadium von Torpedo geschildert und im einzelnen 
beschrieben, das „keinen Zweifel darüber läfst, dafs die ersten Nerven¬ 
fasern des Optikus in der Retina-Anlage entstehen und von hier dem 
Augenblasenstiel entlang zentralwärts wachsen“. 
O. Schultze (Über die Entwickelung der Netzhautgefäfse, Verhand¬ 
lungen der Anatom. Gesellschaft, Mai 1891). Nach eingehenden Mitteilungen 
über Kapillaren der Linse und des Glaskörpers, welch’ letztere nach 
Schdltze alle Äste der Art. centralis sind, konstatiert Verf., dafs die 
Rückbildungserscheinungen keine Beziehungen zu der Entwickelung der 
Retinagefäfse erkennen lassen. Diese gehen aus einem sich über die 
Retina ausbreitenden Zellnetze hervor, das aus den Ciliargefafsen tritt 
und erst sekundär mit der Art. centralis retinae sich verbindet. 
Burckhardt (Berlin). 
H. Aubert. Die Genauigkeit der Ophthalmometer-Messungen. Pflügers 
Arch. XLIX. 8. 626-638 (1891). 
Der berühmte, seiner Wissenschaft zu früh entrissene Gelehrte hatte
        

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