Bauhaus-Universität Weimar

490 
M. Tscherning. 
Der Weg, den dieses letztere durchläuft, ist geradlinig, 
derjenige des kleinen Bildes zeigt dagegen eine leichte Kon¬ 
kavität nach links. 
Die Abbildungen sind nach dem rechten Auge meines 
Gehülfen ausgeführt. Ich füge noch hinzu, dafs Herr Dr. An- 
tonelli ohne sie vorher gesehen zu haben, andere nach 
meinem rechten Auge gezeichnet hat, welche ihnen völlig 
gleich waren. 
Fig. 16. 
Hiebt der Beobachtete seinem Blick eine andere Dich¬ 
tung, so ändert die Verschiebung des kleinen Bildes ihren 
Charakter und scheint sich aus zwei Verschiebungen zusammen¬ 
zusetzen: einer gegen die Mitte der Pupille hin, und einer zweiten, 
welche immer absteigend ist, welches auch die Richtung des 
Blickes sei. Blickt der Beobachtete nach unten, so sieht man 
während der Accommodation das kleine Bild anfangs etwas 
heraufsteigen, darauf aber wieder herabsteigen. Beim Blick nach 
oben vereinigen sich die beiden Verschiebungen zu einer län¬ 
geren, stets nach unten gerichteten Verschiebung. Für die Seiten¬ 
lage schlägt das Bild zuerst eine horizontale Dichtung gegen 
die Pupillenmitte ein, um später herabzusteigen. 
Es ist klar, dafs die Ortsveränderung des grofsen Bildes 
von der Vergröfserung der Krümmung der vorderen Fläche 
herrührt, wie bereits Cramer und Helmholtz nachgewiesen haben. 
Was bedeutet aber die Ortsveränderung des kleinen Bildes,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.