Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Etwas über die Verrichtung der Milz, und insbesondere über Tiedemanns neueste Bestimmung derselben: Bruchstück einer akademischen Probe-Vorlesung
Person:
Jäckel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14920/3/
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Tiedemann'fche Hypotliefe zugeftanden werden; doch 
fteht der Anerkennung feiner Facticität auch noch 
manches im Wege. In den meiften Verbuchen ver¬ 
glich Tiedemann- die Lymphe der Milz nur mit der 
des Bruftgangs und der Chylusgefäfse; die befondere 
Dünuflüffigkeit der letztem, und fornit auch der er- 
ftern erklärte fieh aber muthmafslich fchon aus der 
in allen Fällen vorausgegangenen Beibringung vieler 
Findigkeiten. Auch die Beobachtung, dafs der Chy- 
lus in den Saugadern des Gekrüfes um fo faturirter 
weifs, und diele Gefäfse felbft daher um fo fichtba- 
rer werden, je länger das Thier gefaftet hat, weift 
darauf hin, dafs feine Concentration mit feiner reich¬ 
lichem Aufnahme im umgekehrten Verhältnifs fteht —— 
nebenbei auch darauf, dafs das Entwickeln einer in- 
tenfivern Färbung und gröfsern Gerinnbarkeit (die 
ich mich felbft entlinne, dabei beobachtet zu haben) 
weder des Durchgangs durch Drüfen, noch einer Zu- 
mifchung von Milzlymphe nothwendig bedarf, fon- 
dern nur der gehörigen Zeit für die Metamorpbofe der 
lebendigen Fliiffigkeit aus fich felbft. Doch behände 
auch über allen Wechfel die befondere (Dualität der 
Milzlymphe in Vergleichung mit der Lymphe der da¬ 
neben in diefer Hinlicht unterfuchten Theile, fo darf 
'man dennoch eine weit gröfsere Ausbreitung diefer 
vergleichenden Unterfuchungen wünfchen, und mufs 
namentlich die Data über das Verhalten der Leber¬ 
lymphe 1 ) wegen vielfacher Analogie der Organe, die 
hier influiren könnten — fehr vermilfen. Eine Fol¬ 
gerung wie die des Verfaffers möchte fich an diefe Ei- 
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x) Der Verf. erwähnt ße im elften Verfuch als zur Unterfu- 
chung genommnen, lagt uns aber nicht* von iiiren phyii, 
(eben Qualitäten.
        

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