Bauhaus-Universität Weimar

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paiicas und etwas Galle durch den ductus hepaticu? aus- 
getrieben hat. Zieht man das peritonaeum von der ge¬ 
fleckt au siebenden Oberfläche ab, fo linkt die fubft. 
cellulofo-vasculofa zufammen, und bildet Gruben zwi¬ 
lchen den Windungen des andern gallertartigen, durch- 
fcbeinenden, dem gekochten Sago ähnlichen Beftand- 
th cils. Unter einem ftarken Vergröfseruhgsglafe er¬ 
leb einen diefe etwa ■£'" im Durchmeffer haltenden Win¬ 
dungen aus lauter feinen Körnchen zufammengefetzt, 
was fleh mir am beiten darftelite, wenn ich blofses 
Wafier, in welchem Braunfchweiger Grün, Zinnober 
u. f. w. möglich!! fein vertheilt war, in einen Aft der 
vena hepat. einfpritzte. Das Waffer drang dann durch 
die v. port, wieder aus, während die Farbe an den Ge- 
fäfswänden hängen blieb, und die ganze fubft. acinofa 
fchien unter dem Vergröfserungsglafe in einzelne, klei¬ 
ne, glänzende Körnchen gleichfam zerfprengt zu fevn. 
Dies gelang bei keiner Einlpritzung der übrigen Gefäfse. 
in der Mitte aller Windungen diefes Beftandtheiles 
befinden lieh ineilt dreieckige, oder auch etwas gezackte 
Oeffnungen, welche durch feinere Spalten mit einan¬ 
der in Verbindung- ftehen. Einige derfelben enthalten 
blofs Aeftchen der v. hep., in den andern aber erlchei- 
uen, beforuiers wenn man die Spalten mehr in die 
Tiefe verfolgt, wo ihre Gefäfse fchon in gröfsere Stämm- 
chen vereinigt lind, deutlich drei Gefäfse jedesmal bei- 
fammen, nämlich ein gröfserer Alt der ven. port, und 
ein kleinerer der art. hep. und der duct. hep. 
Mit Ausnahme der ven. hep. zeräfteln (ich alle Ge¬ 
fäfse der Leber baumförmig, wie die im übrigen Kör¬ 
per, am ältigften aber ift die art. hep. ; fie umlpinnt mit 
einem feinen Gcfäfsnetze die Wände der ven. port, und 
fcheint hauptlächlich für diele beitimmt, einige ihrer 
Zweige dringen jedoch auf die Oberfläche der Leber 
und zeräfteln fleh in dem vom Bauchfelle gebildeten
        

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