Bauhaus-Universität Weimar

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ceffus coracoicleus des Säugethier - Schulterblatts be* 
trachtet, (liefe Knochen für Schulterblätter der Fur- 
cula anfieht, fo geftehe ich, dafs mir diele Deutung 
auf keine Weife klar ift. Diefer Knochen liegt 
1) oberhalb und etwas nach hinten auf dem Kapfel- 
bande, welches feine untere glatte Fläche über¬ 
zieht, 
2) er ift durch ein fahr ftarkes Band mit dem Schul¬ 
terblatt und dem Oberarmbeine verbunden. 
3) An feiner untern glatten Fläche reibt fielt der 
Kopf des Oberarmbeins, 
4) er mufs nach feiner Lage und Verbindung bei den 
Bewegungen des Oberarms die Ausweichung def- 
felben nach oben kräftig verhindern. 
j) ln vielen Vögeln tritt er in Berührung mit dem 
Schliiffelbeine '), in manchen ift er durcit Band- 
fafern deutlich mit ihm verbunden, nie fleht er 
mit der Furcuia in irgend einer Verbindung. 
6) Er liegt innerhalb der Fafern des Mufculus deltoi- 
deus, und ein grofser Theil deffeiben entfpringt 
von ihm 2), 
Alle diele Eigenfchaften kommen aber dem Acro¬ 
mion des Schulterblattes der Sänget liiere zu, und ich 
fehe nicht ein, warum man Anhand nehmen könnte 
dielen Knochen als Rudiment eines Acromion zu be¬ 
trachten. 
(Gar manche Aehnlichkeit im äufsern Anfehen 
hat mit cliefem Knochen ein kleines rundes Knöchelchen 
über (doch mehr nach innen) dem Schulterkapfelbande 
l) S. Nitzfeh Abbild, aus dem Corv. glandarius a. a. O. Tab. 
IX. Fig. 5. 
S) Sollte nicht Mcrrems überhaupt braver Zeichner auf der 5ten 
Fjgur (verm. Abh aus d Thiergefeh. Tab. V.) am Urfprunge 
des Mule. deltoideus /. vife, en O. u. It. das fogenaimte ü* 
humero- caplulare abgebildet haben?
        

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