Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber einige im Herzogthum Niederrhein vorgekommene interessante Mißgeburten
Person:
Ulrich Heyman
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14905/12/
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getrennt durch eine knöcherne Scheidewand, nach 
Vorn geöffnet, fo dafs man mitteift einer Sonde aus 
einem jeden derfelben in die Höhle der fleiichigten Nafe 
gelangte. Bei näherer Unterfucbung ergab fich, dafs 
die mittlere Knochenfeheidewand der lamina perpendi- 
cularis und die beiden fettigen Gänge den meatus na- 
rium entfprachen ; ein Unterlchied zivifchen tien obern 
und mittleren war nicht zu bemerken, dagegen zeigte 
fielt in der blätterigten Structur des Siebbeins deutlich 
der Verfuch zur Bildung der Zellen des Labyrinths. 
Nach vorne gingen die knöchernen T'beiJe unmerklich 
in Knorpel über, waren aber oberwärts durch ein der 
Grifta galli genau entfprechendes Knochenftiick be- 
gränzt. Unterwärts wurde die Höhle des Siebbeins 
durch eine fefte Knochenplatte gefchloffen, welche in 
der Mitte eine leife angedeutete Spur von Trennung 
zeigte. Vielleicht läfst lieh diefes Blatt als ein Rudi¬ 
ment der oflium nah anfehen, die wegen der unvoll¬ 
kommenen Entwickelung des Siebheins nach unten und 
innen gerathen find. Wie lieh das Siebbein zu den Gau¬ 
menbeinen, den Oberkieferbeinen und dem Pfnigfchaarö 
verhalte, liefs fich ohne gröfsere Zerftörung nicht er- 
forfchen. 
Noch unentwickelter wie das Siebbein war das 
Keilbein; namentlich deffen vorderer Th eil, oder das 
vordere Keilbein im engern Verfrande l). Es war daf- 
felbe, fo zu lagen, aus der Bafis des Schädels heraus- 
gertiökt, und trug zu ihrer Bildung nichts bei. An 
die Stehe feines Körpers waren die beiden grofsen Flü¬ 
gel des eigentlichen hintern Keilbeins getreten, indem 
diele mit ihren innern Rändern vorne unmittelbar zu- 
j) Man möchte hieraus wohl nicht mit Unrecht auf einen tiefem 
pbyRologifchen Znfaramenhang zwilchen den Geruclisorgauea 
und dem dritten oder vorderften Kopfwirbel fchliefsen. 
M. d. Archiv, VI. 4- ^ tn
        

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