Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über einen Wasserkopf: Aus dem Engl. im Nouveau Journal de Méd., T. IV, p. 283
Person:
Glover
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14885/2/
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bein, wo das Schwappen am deutlichften war und 
brachte eine Röhre in die Oeffnung. Die Pulsadern 
waren fo deutlich, dafs ich he leicht vermied. Nach 
Abflufs eines Nöfsels Feuchtigkeit nahm ich die Röhre 
weg, weil die Knochen äufserft locker verbunden wa¬ 
ren, und die Haut im hohen Grade zufammenfank. 
Die Feuchtigkeit kam mit der gewöhnlichen YVaffer- 
fuchtsfeuchtigkeit tiberein. Das Kind fchien wenig von 
der Operation zu leiden. Der Verband war einfach, 
und ich buchte die lehr weit entfernten Knochen ein¬ 
ander zu nähern und in Berührung zu erhalten. Vom 
Augenblicke der Operation an ging viel Harn ab. Bis 
zum 5ten trat kein Zufall ein. Jetzt entleerte ich 
noch ein Nöfsel. Die Binde liefs Geh leichter anlegen, 
und die Schädelknochen einander genauer nähern. In 
der Nacht Hofs viel Waffer aus, weil lieh die Lippen 
nicht wie beim el ften Mal vereinigt hatten, weshalb Geh 
am 6ten grofse Mattigkeit fand. Ich legte eine Com- 
preffe auf, und fand am Abend fchon Erleichterung. 
In der Nacht vom 6ten—7ten Schlaf, am yten 
SchmerzloGgkeit, Appetit, Lebhaftigkeit, indeffen 
hatte Geh das Waffer wieder vermehrt. 
Am 8 ten wurde durch den dritten Einftieh ohne 
Schmerz wieder i Nöfsel entleert. 
Am 9ten fchon wieder deutliche Anhäufung. 
Am io. wurde wieder ein halbes Nöfsel ausgeleert. 
Die Operation fchien nicht nur unfchädlich, fondern 
heilfam , da das Kind zunahm und die Wafferanhäu- 
fung, wenn Gc nicht ganz ftand, Geh doch minderte. 
Vom ioten — 2often März fchien die Gefundheit 
Geh zu befeftigen, die Schädelknochen näherten Geh, 
die Näthe fchloffen Geh wieder. Die Wafferanhäufung 
nahm fehr ab, eben fo das Schielen. Die Bewegungen 
des Kopfes Gellten Geh her, das Kind füg begierig und
        

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