Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die stärkste Entwicklung des Gangliennerven bei Blödsinnigen: N. J. de médec., Tom. IV, p. 40
Person:
Cayre
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14883/1/
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lieiten und in clen letzten Perioden der Schwinclfucht 
von chronifchen Entzündungen. 
Die Behandlung diefes Zuftandes mufs daher we¬ 
niger krampfftillend, als das Muskel und Verdauungs- 
fyltem ftärkend feyn. Keineswegs find, wie man ge¬ 
wöhnlich annimmt, die Nervenkräfte gefunken, fon- 
dern relativ gefteigert. Sowohl in der lleconvalescenz 
als in Nervenkrankheiten, vorzüglich bei Weibern, wird 
man durch diefeiben Mittel, vorzüglich durch Stärkung 
der Muskeln mittelft Bewegung, nicht aber durch krampf- 
ftillende und Nervenmittel, heilen. 
xxvir. 
Cayre über die ftärkfte Entwicklung des 
Gangliennerven bei ßiodlinnigen. (N. j. 
de tnédec. Tom. IV. p. 40. ) 
Eine organifche Umwandlung oder eine von der ge¬ 
wöhnlichen abweichenden Bildung mufs nicht nur zu 
Aufklärungen in der Pathologie, i'ondern auch der Phy- 
fiologie leiten. Beide Zwecke werden, wo ich nicht 
irre, durch die fehr ftarke Entwicklung des Ganglien¬ 
nerven, die ich bei neun ßiödilnnigen fand, erreicht 
werden. 
Bis jetzt hat man lieh hei den Leichen Blödfinniger 
nur mit der Unterfuchung der Geftult des Kopfes, des 
Zuftandes ries Gehirns in Hinficht auf Grofse, Gewicht, 
Fettigkeit, die Tiefe, Ausdehnung, Bichtung feiner Fur¬ 
chen u. f. w. befchäftigt, dagegen den peripherifchen Theil 
des Nervet.fyftems unberiicküchtigt gelaffen. Durch 
einen Zufall fand ich bei der Leiche eines Blödfinnigen, 
woran ich die Nerven ausarbeitete, folgende Bedingun¬ 
gen, die lieh mir nachher bei acht andern wieder dar¬ 
boten.
        

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