Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die weiblichen Zeugungstheile und den Fötus der Beutelthiere: Bull. de la soc. philom., 1818, p. 25
Person:
Blainville
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14871/1/
geheilten fchliefsen zu können, dafs zwilchen derr Alter- 
Veränderungen des Gewebes derfelben die genauelte Ana¬ 
logie Statt findet. bei jungen und.erwachsenen Subjec- 
ten fand ich die Zellen der Ruthenkörper klein, dja 
Scheidewände dicht, gedrängt, bei Alten die Zellen im 
geraden Verhältnis zum Alter weiter, und die Scheid» 
wände dünner und weiter abflehend, fo dafs dort das 
OueckfiJber grofsen Widerfland findet, hier den Zell¬ 
körper lehr leicht ausdehnt. 
Sehr wiinfehenswerth ift eine neue Analyfe der 
Knochen, um genau auszumitteln , welche Subi tanz in 
den verschiedenen Perioden des Lebens vorherricht. 
Die obigen Thatfachen und daraus gezogenen 
Schlüffe find die Refultate meiner eignen Untersuchun¬ 
gen, und ich habe lie Seit igoo in meinen Vorlelungen 
vorgetragen. 
XXIV. 
Blainville über die weiblichen Zeu- 
gungstheile und den Fötus der Beutel- 
thiere.(Bull.delafuc. pnilorri. 1818. p. 2y.) 
Bei den normalen Didelphen, d. h. allen, mit Aus¬ 
nahme der Ornithorynchen und Echidnen, weicht der 
Kierftock und bis auf einen gewilYenGrad auch die Gebär¬ 
mutter, nicht von dem Typus der übrigen SäugtliierÄ 
ab. Der , den Fötus aufnehmenrle Theil der Gebärmut¬ 
ter entspricht dem Horne derfelben, vorzüglich bei den 
Hafen. Weiterhin aber finden Sich wesentliche Ver¬ 
schiedenheiten: O endigt fich das Horn nicht mit I—i 
Mündungen in die Scheide, Sondern in einen gemein¬ 
schaftlichen , mehr oder weniger nach vorn verlänger¬ 
ten Gang, der in dern hintern Theile feiner Verlänge¬ 
rung immer blind ift2) geht, als Erfatzftir diefe Art
        

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