Bauhaus-Universität Weimar

tung feiner Lebensfähigkeit die ihm zu leihende Hülfe 
herbeigerufen „hätte. 
Üb das Kind gerade 11 Zoll maafs, weifs ich nicht 
genau, weil fchleunige Hülfe und Sorgfalt die nothwen- 
digften Rückfichten waren. War es bei der Geburt von 
diefer Länge, fo mufste es in den erften drei Wochen 
Zwei Zoll gewachfen feyn. 
Ich habe eine zarte Frau zu behandeln, die lange 
gekränkelt hat. Sie hat eilfmal, die letzten fièbenmal zu 
früh, geboren. Das erfte diefer heben Kinder wurde um 
den achten Monat geboren und lebte neun Wochen; das 
zweite, noch früher geborne, ftarb während des Abwa- 
fchens ; das dritte lebte acht Stunden ; das vierte acht 
Tage; das fünfte zwei Wochen. Die Mutter hielt fich 
mit diefem Kinde, einem Mädchen von 17 Zollen, 6 Mo¬ 
nate und zwei Wochen lchwanger. Das fechste lebte 
eine Woche ; das fiebente ftarb in der Geburt. Alle wur¬ 
den bei kaltem Wetter geboren, und die Kinder, für 
welche man die meifte Sorgfalt anwandte, lebten am 
längften. 
Das Kind, welches zu diefen Bemerkungen Ver- 
anlaffung gegeben hat, ift noch gefund. Nur vor drei 
Wochen konnte es einige Nächte hindurch nicht fchla- 
feo, doch verlor fich dies, als man ihm frifche Baum¬ 
wolle um den Kopf gab. 
XV. 
Dütrochet Gefchichte des Vogeleies vor 
dem Legen. (Journal de l'hyfique. T. 88. 
p. 170 ff.) 
Das Vogelei erfcheint im Eierftocke als eine kleine 
rundliche Kugel, die allmählich ihre vollkommne Grö- 
fce erlangt. Dann tritt fie aus dem Eierftocke, fällt in
        

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